Autonomer Aufruf zur Verteidigung des koZe (HH)

Autonomer Aufruf zur Verteidigung des koZe (HH)

Verteidigung heißt Angriff. Jetzt, und nicht erst nach der Räumung! Besetzer_innen auf nach Hamburg!

Wir sind verdammt wütend! Der Staat fährt seit Montagmorgen einen massiven Angriff aufs kollektive Zentrum: Festnahmen, 24/7 Präsenz von Hundertschaften auf dem koZe-Hof, im Münzviertel und ständige Überwachung der Menschen vor Ort.

Außerdem wurde uns trotz eines laufenden Mietvertrags unangekündigt das warme Wasser und die Heizung abgestellt.
Mehr zum Ablauf findet ihr im Artikel vom koZe zur Hof-Invasion auf www.koze.in und mit Fotos aufhttps://linksunten.indymedia.org/de/node/149668.

 

 Aktuelles aus dem Haus
 Das koZe wird weiter täglich von 100 bis 300 Menschen besucht, die sich solidarisch mit dem Projekt zeigen und gegen die Cops protestieren. Eingeschränkt läuft das alltägliche Programm weiter – Infoveranstaltungen, Deutschunterricht, Fahrradwerkstatt, Sport, Nähen, (Sieb-)drucken, Fotolabor, Refugee Support, Kinderspielen, Nachbarschaftstreffen, Kneipe, Umsonstladen, gemeinsames Kochen und Essen und vieles mehr.

Kein Angriff auf uns ohne Antwort
Es gab aus dem koZe monatelang gewisse Bemühungen, Verhandlungsgesprächen mit Leuten aus Parteien, Behörde (LIG) und Investor (HBK) gegenüber offen zu sein. Es gab Überlegungen für die Nutzung des ganzen Areals und sogar eine offizielle Nutzungsanfrage vom koZe. Die Verhandlungen über einen langfristigen Mietvertrag für die besetzten Stockwerke des koZe wurden durch die Hof-Invasion am Montagmorgen, also durch das Handeln des LIG und der Finanzbehörde mit Amtshilfe der Cops, beendet. Aus der Zeitung erfahren wir, dass es keinen Vertrag fürs koZe geben wird. Und dass der Abriss der Häuser beginnt.
 Wir haben die Schnauze voll, uns in unserem Tun und Handeln einschränken zu lassen. Damit dieser Ausnahmezustand ein baldiges Ende findet, muss Druck auf allen Ebenen erzeugt werden. Dafür brauchen wir eure Unterstützung, hier und überall!

Was tun?
Erzählt eurem Umfeld und euren Freund_innen bundes- und europaweit von der Situation des koZe. Es ist wichtig, dass Menschen hier vor Ort sind. Deshalb seid ihr eingeladen, vorbei zu kommen und euch einzubringen. Am und im Haus wird konkrete Hilfe benötigt (z. B. beim kochen, bauen etc.). Auch Geld- und Sachspenden jeglicher Art werden gebraucht.
Ein Teil des Hauses ist bedingt rollstuhlgerecht, es gibt Platz zum Schlafen und leider momentan nur kalte Duschen. Es sind zeitweise Kinder hier. Auf Wunsch kann auch ein FLTIQ*Schlafraum eingerichtet werden. Nutzt das koZe wie immer gerne auch für eigene Veranstaltungen. Kommt zum täglichen Orga-Plenum um 19 Uhr oder schreibt eine Mail an koze [at] riseup.net
Die Scheiße die hier passiert, betrifft uns alle. Seid kreativ und zeigt euch solidarisch. Wir freuen uns über Solidaritätserklärungen und Aktionen jeder Art.
 Solidarische Grüße von uns an alle Freund_innen in verschiedenen Städten, die an uns denken und an die Projekte, die sich bereits öffentlich mit dem koZe solidarisiert haben: Rote Flora, Gängeviertel, Stadtteilini Münzviertel, Wagenplatz Borribles, Ahoi und das War Starts Here Camp 2015.

Organisiert euch, geht auf die Straße und zeigt eure Wut!
Keine ruhige Minute dem Staat, den Bullen, dem LIG, der Finanzbehörde und der HBK.
Mit Feuer im Herzen und Wut im Bauch, eure Freund_innen des koZe!

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