HH: Veranstaltung zu Holger Meins

HH: Veranstaltung zu Holger Meins

Er schloss sich 1970 der RAF an und wurde im Juni 1972 in Frankfurt zusammen mit Andreas Baader und Jan-Carl Raspe verhaftet.
War bis zu seinem Tod vollkommen isoliert, alle Zelle um seine herum waren leergeräumt, jeder Kontakt zu anderen Gefangenen wurden ausgeschlossen. Alle Details zu den Haftbedingungen vom Bundeskriminalamt bestimmt und von der Klassenjustiz in „Beschlüsse“ gefasst.
Nach 2 kollektiven Hungerstreiks 1973 traten die politischen Gefangenen am 13.9.74 in einen neuen Hungerstreik gegen Isolation und Sonderbehandlung, die zum Ziel hat, die revolutionäre Identität zu zerstören.
Über 40 Inhaftierte kämpften gemeinsam gegen diese Folter bis zum 5.2.75.
In dem fast 5 Monate andauernden Hungerstreik Holger Meins starb an Folgen der Zwangsernährung. (9.11.74). Insgesamt 9 politische Gefangene wurden im Knast ermordet.

Der Tod von Holger Meins war damals der deutlichste Ausdruck dafür, dass die Kriegsführung des Staates gegen die RAF auch nicht am Knast Halt machte. Der Geiselstatus der Gefangenen ist offensichtlich, die Gefangenen sollen zerstört werden, um die Politik der RAF zu ersticken..

Am Tag nach Holger Meins‘ Tod wird der Berliner Kammergerichtspräsident Drenckmann durch ein Kommando der „Bewegung 2. Juni“ erschossen.
Am 24. April 1975 besetzt das RAF-„Kommando Holger Meins“ die deutsche Botschaft in Stockholm. Die Forderung nach Freilassung von 26 politischen Gefangenen unterstreicht das Kommando durch Ultimaten, die es mehrmals verlängert, ohne dass die Bundesregierung darauf eingeht. Nach Ablauf der Ultimaten erschießt das Kommando zunächst den Militärattaché von Mirbach, als ihre Forderungen auch danach nicht erfüllt werden, den Wirtschaftsattaché Hillegaart. Die Polizei stürmt das Gebäude, wobei die vom Kommando installierte Sprengladung durch ein Mobiles Einsatzkommando gezündet wurde. Dabei kommt ein Angehöriger des Kommandos, Ulrich Wessel, ums Leben. Siegfried Hausner erleidet schwere Brandverletzungen, wird aber, obwohl transportunfähig, nach Stammheim geflogen, wo er am 4. Mai an den Folgen der Verletzungen stirbt.

Heute
Wir werden aktuelle Beiträge zu Holger von Jann Marc Rouillan, dem Komitee für den Antiimperialistische Kampf und aus der Schweiz vorstellen .
Wir wollen mit euch darüber reden: „Was verbinden wir mit Holger? Hat er für unsere heutigen Kämpfe noch eine Bedeutung?“

Anmerkungen:
Das Tayad-Cafe findet monatlich jeden ersten Donnerstag im Internationalen Zentrum B5 ab 18:00 Uhr in Hamburg statt. Tayad ist eine seit 30 Jahren existierende Gefangenenhilfsorganisation aus der Türkei.

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