Solidarität mit Özgül Emre im Hungerstreik

Am 6. Mai 2026 wurde die Revisionsklage gegen das Urteil in der Sache Özgül Emre und İhsan Cibelik abgewiesen. Damit ist das Urteil rechtskräftig. Trotz eines zugesagten Haftortswechsels wurde dieser nicht umgesetzt. In Köln-Ossendorf wurde ihr private Kleidung entzogen – als Folge hat Özgül Emre am 7. Mai einen Hungerstreik begonnen.

Der Anstaltsarzt verweigert die Verabreichung von Vitamin B1 und Zucker;
Salz und Zucker wurden nachträglich in unklarer Form bereitgestellt.
Die medizinische Versorgung ist damit gefährdet. Das kann zu schweren gesundheitlichen Schäden führen.

WOZU ZWANGSKLEIDUNG?

Zwangskleidung stigmatisiert und entmenschlicht.
Ein angebliches Fluchtrisiko rechtfertigt diese Maßnahme nicht: Özgül Emre ist seit dem 18. Mai 2022 in Haft und hat nie versucht zu fliehen.
Versprechen der Haftort-Änderung wurden nicht eingehalten.

Unsere Forderungen:
Sofortige Rückgabe bzw. Ermöglichung von angemessener Kleidung.
Gewährleistung der medizinischen Versorgung (inkl. Vitamin B1 und notwendiger Nährstoffe).
Einhaltung gemachter Zusagen und transparente Kommunikation durch die Haftanstalt.
Sofortiger Dialog mit den Angehörigen / rechtlichen Vertreter*innen.

Was du tun kannst:
-Teile diesen Text
-Kontaktiere lokale Abgeordnete und menschenrechtsorientierte Organisationen.
-Zeige Solidarität bei Aktionen, Kundgebungen und in sozialen Medien.
-Fordere: Respekt vor Menschenwürde — keine Zwangskleidung!
Zitat (angepasst):
„Denn jeder Erfolg gegen Repression, und sei er noch so klein, stärkt die politischen Kräfteverhältnisse auf unserer Seite und wirkt sich auch auf andere Gefangene aus.“

Solidarität ist eine Waffe.
Die Forderungen von Özgül Emre müssen erfüllt werden.

INTERNATIONAL SOLIDARITY FOR POLITICAL PRISONERS (IS4PP)

Anmerkung; Özgül wurde wegen §129b zu 5 und Ihsan zu 4,3 Jahren Knast verurteilt.