Der 21-jährige palästinensische Student Tarek Bazrouk aus New York wurde am 23. Juni nach 413 Tagen Haft aus einem Bundesgefängnis entlassen. Er kehrte zu seiner Familie zurück, nachdem seine Haftzeit von Isolation, schwierigen Haftbedingungen und einem von seinen Unterstützern angefochtenen Gerichtsverfahren geprägt war. Er war im Alter von 20 Jahren im Rahmen einer mehrstündigen Razzia in seiner Wohnung vom FBI festgenommen worden und wurde wegen Vorfällen im Zusammenhang mit Zusammenstößen bei Demonstrationen zur Unterstützung des Gazastreifens strafrechtlich verfolgt. Er wurde zunächst fast sechs Monate lang im MDC Brooklyn in Untersuchungshaft gehalten und erhielt keine Kaution. Ihm drohten bis zu 30 Jahre Haft, bevor er zu 17 Monaten Haft in einem Bundesgefängnis und anschließend drei Jahren Bewährung verurteilt wurde.
Seine Unterstützer prangern den Fall als politische Repression gegen pro-palästinensische Aktivisten an und verweisen auf eine breite Solidaritätsbewegung, die sich im Laufe der Zeit gebildet hat. Sie betonen zudem, dass seine Freilassung nicht das Ende der gerichtlichen Auflagen bedeutet, da er weiterhin einer strengen Bundesaufsicht unterliegt, die seine Bewegungsfreiheit und seine Selbstständigkeit einschränkt. Um diese Situation zu bewältigen, wurde eine Spendenaktion ins Leben gerufen.
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