Der neue britische Gesetzentwurf zu „staatlich unterstützten Bedrohungen“, der inzwischen verabschiedet wurde, stößt auf heftige Kritik. Der Gesetzestext schafft neue Straftatbestände für Personen, die Organisationen unterstützen oder einen „materiellen Vorteil“ aus ihnen ziehen, die als Bedrohung für die nationale Sicherheit eingestuft werden – ein Begriff, der auch das Einholen von Informationen umfasst. Da es keine ausdrücklichen Schutzvorkehrungen gibt, könnten Journalisten, Forscher oder humanitäre Helfer wegen ihres Austauschs mit Quellen, die mit diesen Organisationen in Verbindung stehen, strafrechtlich verfolgt werden.
Diese Situation ist Teil eines umfassenderen Trends zur Verschärfung der Anti-Terror-Gesetze im Vereinigten Königreich. Seit dem Verbot von „Palestine Action“ als terroristische Organisation prangern zahlreiche Personen und Organisationen den zunehmenden Einsatz der Anti-Terror-Gesetzgebung gegen Formen des politischen Protests an und sind der Ansicht, dass dies die Meinungsfreiheit, das Demonstrationsrecht und die journalistische Arbeit bedroht.
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