Marokko: Seit über 45 Tagen im Hungerstreik – die Familie von Naâma Asfari ruft zur Mobilisierung auf

Die Familie des sahrauischen Menschenrechtsaktivisten und politischen Gefangenen Naâma Asfari warnt davor, dass seit dem 13. Juli keinerlei Nachrichten von ihm vorliegen, während er einen am 8. Juni begonnenen unbefristeten Hungerstreik fortsetzt. Trotz zahlreicher Bemühungen hat die Gefängnisverwaltung von Kenitra keinerlei Informationen über seinen Gesundheitszustand bereitgestellt. Seine Familie macht die marokkanischen Behörden für jede Beeinträchtigung seiner körperlichen Unversehrtheit oder seines Lebens verantwortlich. Daher rufen seine Unterstützer dazu auf, die Gefängnisverwaltung von Kenitra zur Rechenschaft zu ziehen, um seine Besuchsrechte sowie die Telefonate mit seiner Ehefrau und seiner Familie wiederherzustellen.

In einem am 22. Juli veröffentlichten Aufruf fordert sie ein dringendes Eingreifen der Vereinten Nationen, des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz und von Menschenrechtsorganisationen. Sie erinnert daran, dass der UN-Ausschuss gegen Folter anerkannt hat, dass Naâma Asfari Opfer von Folter geworden ist, während die Arbeitsgruppe der Vereinten Nationen für willkürliche Inhaftierungen seine Inhaftierung als willkürlich eingestuft und seine Freilassung sowie eine Entschädigung gemäß dem Völkerrecht gefordert hat.

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