Marokko: Prozess vertagt, Filmemacher und Rapper El Mahdi Lyoubi bleibt in Haft

Der Prozess gegen den marokkanischen Rapper und Regisseur El Mahdi Lyoubi, bekannt unter dem Künstlernamen Mehdi Black Wind, wurde bei seiner ersten Anhörung in Casablanca auf den 31. Juli vertagt. Der am 13. Juli festgenommene Künstler, der seit mehreren Jahren in Marseille lebt, wird wegen seiner Stellungnahmen zugunsten der Protestbewegung Gen Z 212 verfolgt, die er insbesondere in seinen Texten zum Ausdruck gebracht hat. Sein Antrag auf vorläufige Freilassung wurde ebenfalls abgelehnt. Die Vertagung der Verhandlung erfolgt vor dem Hintergrund eines Anwaltsstreiks in Marokko, der den Künstler daran hinderte, seine Verteidigung unter den gewünschten Bedingungen vorzubereiten.

Anlässlich der Verhandlung am Mittwoch, dem 22. Juli, versammelten sich zahlreiche Menschen, darunter Menschenrechtsaktivisten der AMDH, Künstler und Sympathisanten, vor dem Gericht von Aïn Sebaa in Casablanca, um ihre Unterstützung zu bekunden. Die Teilnehmer forderten seine Freilassung und prangerten ein Verfahren an, das ihrer Meinung nach einen Verstoß gegen die Meinungsfreiheit darstellt.

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