Mehrere Organisationen der revolutionären Linken in der Türkei gedachten im Juli 2026 des 30. Jahrestags des Todes von 12 politischen Gefangenen während des Hungerstreiks und des Todesfastens von 1996. Diese Mobilisierung begann am 20. Mai 1996 mit einem gemeinsamen Aufruf von Häftlingen, die neun revolutionären Organisationen angehörten: der DHKP-C (Revolutionäre Volksbefreiungsfront), der MLKP (Marxistisch-Leninistische Kommunistische Partei), der TKP/ML (Marxistisch-Leninistische Kommunistische Partei der Türkei), die TKP(ML) (die 2002 zur MKP – Maoistische Kommunistische Partei – wurde), die TİKB (Union der revolutionären Kommunisten der Türkei), die TKEP-L (Kommunistische Arbeiterpartei der Türkei – Leninistisch), die TDP (Revolutionspartei der Türkei), EKİM (Oktober) und die Direniş Hareketi (Widerstandsbewegung).
Dieser Kampf ging auf das Rundschreiben des Justizministers Mehmet Ağar vom 6. Mai 1996 zurück, das die Einführung von Einzelisolationszellen vorsah, die von ihren Gegnern als „tabutluk“ („Sargzellen“) bezeichnet wurden und einen Schritt in Richtung der künftigen Gefängnisse vom Typ F darstellten. Die Mobilisierung, an der sich etwa 2.540 Gefangene beteiligten, begann mit einem unbefristeten Hungerstreik und entwickelte sich für einige Häftlinge zu einem Todesfasten. Sie endete am 27. Juli 1996 nach einer Vermittlung durch den Schriftsteller Yaşar Kemal, den Musiker und Kulturaktivisten Zülfü Livaneli und den Anwalt Eşber Yağmurdereli. Die Bewegung führte zum Abschluss einer historischen Vereinbarung, die die Behörden dazu verpflichtete, ihr Vorhaben der strengen Isolationshaft aufzugeben und die Verlegungen in diese Isolationszellen auszusetzen.
„Die Garantie für unseren Sieg liegt in der Rechtmäßigkeit unserer Sache und in unserer Entschlossenheit“: Transparent der TKP/ML in einem türkischen Gefängnis im Jahr 1996.
Die zwölf Gefangenen, die während dieser Mobilisierung starben, sind: Aygün Uğur (TKP(ML), gestorben am 63. Tag des Hungerstreiks), Altan Berdan Kerimgiller (DHKP-C, 65. Tag), İlginç Özkeskin (DHKP-C, 66. Tag), Hüseyin Demircioğlu (MLKP, 67. Tag), Ali Ayata (TKP(ML), 68. Tag), Müjdat Yanat (DHKP-C, 68. Tag), Ayçe İdil Erkmen (DHKP-C, 69. Tag), Tahsin Yılmaz (TİKB, 69. Tag), Yemliha Kaya (DHKP-C, 69. Tag), Ulaş Hicabi Küçük (TİKB, 69. Tag), Osman Akgün (TİKB, 69. Tag) und Hayati Can (TKP(ML), der nach Beendigung der Operation im Krankenhaus verstorben ist).
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