Am 25. Juli kam es in der Nähe der Baustelle der Hochgeschwindigkeitsbahnstrecke Turin–Lyon in Chiomonte im Susatal zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten der „No-Tav“-Bewegung und den Ordnungskräften. Mehrere hundert Demonstranten griffen die Baustelle an, nachdem zuvor eine erste Aktion in San Didero stattgefunden hatte. Die Ordnungskräfte reagierten mit Tränengas und Wasserwerfern. Vier Dienstfahrzeuge (zwei der Carabinieri und zwei der Guardia di Finanza) wurden in Brand gesetzt, und nach vorläufigen Angaben wurden etwa 60 Polizisten verletzt. Mehrere Personen wurden festgenommen, doch gab es keine Angaben zu möglichen Verletzten unter den Demonstranten. Die Ausschreitungen führten zur vorübergehenden Sperrung der Autobahn A32 zwischen Susa und Oulx sowie zu einer mehrstündigen Unterbrechung des Zugverkehrs auf der Strecke Turin–Modane, bevor der Betrieb am späten Nachmittag mit erheblichen Verspätungen wieder aufgenommen wurde.
Die Veranstaltung fand im Rahmen des Festivals „Alta Felicità“ statt, zu dem laut Angaben der Organisatoren bis zu 20.000 Teilnehmer gekommen waren. Präsident Sergio Mattarella bekundete seine Unterstützung für die verletzten Polizisten, während Ministerpräsidentin Giorgia Meloni einen „Angriff auf den Staat“ anprangerte und versicherte, dass „Gewalt den Staat nicht in die Knie zwingen wird“. Auch die wichtigsten Oppositionsparteien bekundeten ihre Solidarität mit den Ordnungskräften.
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