„Wie viele sind hinter Gittern, die wir draußen brauchen“ – Ausgabe am 1.September 2026

Am Dienstag, den 1.September wird von 19-20 Uhr wird es folgende Beiträge geben:

Hintergründe zu Verhaftung und Verurteilung von Daniela Klette und der Kriminalisierung der Solidaritätsbewegung

Interview mit der Gefangenen Carmen Forderer

Zu Lage von Andreas Krebs

Zu den Beiträgen:

Hintergründe zu Verhaftung und Verurteilung von Daniela Klette und der Kriminalisierung der Solidaritätsbewegung

Wir übernehmen einen Beitrag von der Roten Welle aus Zürich, die bei Radio Lora senden

Es wird in dem Interview davon ausgegangen, dass viele Aktvist:innen zunehmend von Repression und Knast wegen ihrer antifaschistischen, internationalistischen, antimilitaristischen und klassenkämpferischen Aktivitäten gegen das herrschende System betroffen sind und daher auch gemeinsam dagegen Widerstand leisten müssen .

Vor so einer „differenzierten Einheit“, also eine gemeinsamen Front, haben die Herrschenden Angst, da sie für ihre Kriege und Sozialabbau benötigen sie überall Friedhofsruhe

Zu Lage von Andreas Krebs

Andreas ist ein Knastrebell und hat schon 27 Jahre in deutschen und italienischen Knästen hinter sich. Trotz seiner angegriffenen Gesundheit setzt er sich auch weiterhin auch für andere Gefangene ein und führt auch häufig Hungerstreiks gegen die Knastbedindungen.

Wir wollen von einer Besucherin wissen, wie es Andreas gesundheitlich geht, wie es mit seiner medizinischen Versorgung aussieht und ob die Zensur in Tegel weiter gegen ihn besteht.

Wenn kein Druck von uns allen entsteht, wird Andreas wahrscheinlich erst im Alter von 70 Jahren 2041 aus dem Knast kommen.

Andreas Krebs

Seidelstr. 39

13507 Berlin

Interview mit der Gefangenen Carmen Forderer

Carmen ist 59 Jahre alt und hat schon über 29 Jahre Knast auf dem Buckel. Davon 10 Jahre in Isolationshaft. Sie befindet sich zum zweiten Mal in Sicherungsverwahrung. Carmens momentane Zelle ist in der Nähe von Mitgefangenen, die vom Knast als psychisch auffällig gelten, häufig verfrachtet werden. Diese sind mal eher still, oder aber sehr laut: stundenlanges Schreien, gegen Wände und Türen schlagen. Das stört und belastet selbstredend Carmen sehr, zugleich ist das bloße Wegschließen auch keine Lösung.

Zusätzliche Baumaßnahmen im gesamten Gefängnis werden ihre Bedingungen auch noch verschärfen.

Eine Freiheitsperspektive gibt es für Carmen aktuell nicht.

Mehr zu Carmens :https://www.gefangenen.info/3510/ich-heisse-carmen/ auf https://political-prisoners.net/krankmachende-haftbedingungen/31296/ zu finden.

Carmen Forderer

Herlikofer Str. 19

73527 Schwäbisch Gmünd

Die Sendung wird wiederholt am Donnerstag, den 3.9.. von 11-12 Uhr Dienstag, den 8.9. von 19-20 Uhr, Donnerstag, den 10.9 von 11-12 und von von 22-23 Uhr. Sowie am Dienstag, den 15., 22.9. und 29.9.jeweils von 19-20 Uhr.

Eine neue Sendung wird es am Dienstag, den 6. Oktober2026 von 19–20 Uhr geben

Zu empfangen nur per Livestream über: www.radioflora.de