Das Landgericht Verden hat Daniela Klette, ein mutmaßliches ehemaliges Mitglied der Roten Armee Fraktion (RAF), zu 13 Jahren Haft verurteilt. Die 67-Jährige wurde wegen sechs Fällen von Raub sowie wegen versuchten Raubes, Entführung mit Erpressung und Verstößen gegen das Waffengesetz für schuldig befunden. Die Justiz geht davon aus, dass sie zwischen 1999 und 2016 gemeinsam mit zwei weiteren, noch immer gesuchten Aktivisten, Burkhard Garweg und Ernst-Volker Staub, an einer Reihe von Überfällen auf Geldtransporte und Supermärkte beteiligt war, um drei Jahrzehnte im Untergrund zu finanzieren. Die Verkündung des Urteils löste Proteste ihrer Unterstützer im und um das Gericht herum aus, wo mehrere Dutzend Menschen den Prozess als politisch motiviert anprangerten. Daniela Klette, die die Vorwürfe bestreitet, dürfte sich zudem einem zweiten Prozess stellen müssen, der sich auf der RAF zugeschriebene Taten in den 1990er Jahren bezieht.
Während des gesamten Prozesses war die Aktivistin Ziel staatlicher Rachemaßnahmen. Seit ihrer Inhaftierung wurde Klette unter rund um die Uhr laufender Videoüberwachung in völliger Isolationshaft gehalten. Die 18 Terabyte umfassende Akte (das entspricht etwa zehn Millionen Akten) wurde der Verteidigung erst wenige Tage vor Prozessbeginn übergeben. Personen, die Klette besuchten, erhielten Vorladungen von der Staatsanwaltschaft. Zudem wurde eine Frau, die eine Solidaritätskundgebung organisiert hatte, entlassen, und der Presseraum blieb während der gesamten Dauer des 69-tägigen Prozesses geschlossen.
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https://secoursrouge.org/allemagne-daniela-klette-condamnee-a-13-ans-de-prison-dans-un-climat-de-fortes-tensions/
Korrektur:
Sie war nur anfangs total isoliert. „Nur“ 7 Wochen danach „normale Bedingungen“, die durch die Öffentlichkeit erkämpft worden.
Presseraum war nicht geschlossen. Nur bei Pausen von über 1 Stunde wurden er geschlossen, was „nur“ einmal vor kam.








