Der „Waffenstillstand“ in Gaza, der kein Waffenstillstand ist, der „US-Friedensplan“, der bestenfalls den Frieden für den Kolonialismus sichern soll, reichen dem „Team Drecksarbeit“ in Deutschland, um die Waffenlieferungen an Israel fortzusetzen:
„Nach Angaben des Gesundheitsministeriums von Gaza wurden seit dem sogenannten Kriegsende über 236 Zivilisten getötet und fast 600 verletzt. Israelische Panzer blockieren weiterhin den Zugang zu großen Teilen des Territoriums und schränken die Bewegungsfreiheit der Zivilbevölkerung durch die sogenannte ‚gelbe Linie‘ ein, wodurch Tausende daran gehindert werden, in ihre Häuser zurückzukehren. Überwachungsdrohnen schweben immer noch darüber. Bomben fallen immer noch —jetzt unter dem Etikett eines ‚Waffenstillstands‘.” (mondoweiss.net vom 13.11.2025)
Die schwarz-rote Bundesregierung hat die vorübergehenden Beschränkungen für Rüstungsexporte nach Israel aufgehoben und die Lieferungen ab dem 24. November 2025 wieder aufgenommen. Als Begründung wurde der stabilisierte Waffenstillstand im Gazastreifen angeführt, der seit dem 10. Oktober 2025 bestehe.
Immerhin erklärt die BILD den extralegalen Schritt, einen Genozid in Gaza zu unterstützen und dabei ein Holocaust-Auge zuzumachen:
„Darum liefert Deutschland Waffen an Israel
Eigentlich untersagen die Exportrichtlinien der Bundesregierung generell die Lieferung von Rüstungsgütern in Kriegs- und Krisengebiete. Es gibt aber Ausnahmen.
Dazu zählt die Unterstützung der Ukraine im Abwehrkampf gegen die russischen Angreifer und auch Israel ist ein Sonderfall. Wegen der Ermordung von sechs Millionen Juden in Europa unter deutscher Nazi-Herrschaft gilt die Sicherheit Israels für Deutschland als Staatsräson. Deswegen wird beispielsweise auch der Export von U-Booten nach Israel mit Steuergeldern subventioniert.
Nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 (1200 Tote, 250 Geiseln) hatte die Bundesregierung die Rüstungsexporte nach Israel zunächst sogar verstärkt, um Solidarität zu zeigen. Die Regierung von Kanzler Olaf Scholz (SPD) erteilte bis zu ihrer Ablösung am 6. Mai 2025 Exportgenehmigungen im Wert von fast einer halben Milliarde Euro. Auch die schwarz-rote Regierung von Merz erlaubte die Ausfuhr militärischer Ausrüstung nach Israel weiter, aber nur in geringem Umfang.“ (BILD vom 17.11.2025)
Wenn man mit einem Holocaust-Auge den Genozid in Gaza nicht sehen will.
Die Absurdität ist kaum zu überbieten: Ein Land wie Gaza/Palästina wird dem Erdboden gleichgemacht, über zwei Millionen Menschen haben kein Zuhause mehr.
Deutschland ist dabei der zweitgrößte Waffenlieferant für diesen Völkermord, und meint – ohne mit der Wimper zu zucken, dass genau das eine Ausnahme verdient.
Man kann es auch so zusammenfassen: Wenn es Kriege gibt, die dem Team Drecksarbeit nicht gefallen, wenn es „Krisengebiete“ gibt, an denen man selbst nicht verdient, dann gilt die bestehenden Rechtsgrundlagen.
Wenn aber ein Genozid vor aller Augen stattfindet, der ganz im Interesse des „Team Drecksarbeit“ ist, dann ist die bestehenden nationale Rechtsordnung so obsolet wie das UN-Völkerrecht oder die internationalen Rechtsinstitutionen wie der Internationale Gerichtshof (IGH) oder der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) in den Haag.
Und noch etwas ist für die Beschreibung des „Team Drecksarbeit“ bedeutsam: Fast die gesamte Laufstallpresse behandelt diese Entscheidung wir ein neue/alte Ampelregelung. Die Kritik an dieser kontinuierlichen Beihilfe zu einem Genozid fällt einfach aus.
Diese geballte Kraft an Empörung heben sich die deutschen Laufstallmedien für Drohen auf, die „mutmaßlich“ von Russland auf das friedliebende Deutschland losgelassen werden, damit endlich, endlich Deutschland den „Spannungsfall“ bekommt, den die deutsche Bundesregierung in Gaza/Palästina nicht ausmachen kann.
„Eigentlich“ gehören Merz und Co. nicht in die Regierung, sondern vor ein internationales Gericht.
Wolf Wetzel | 18.11.2025










