Rom: Besetzung der italienischen Zentrale von Amnesty International in Solidarität mit Alfredo Cospito, der sich im Hungerstreik gegen 41bis befindet.

Rom: Besetzung der italienischen Zentrale von Amnesty International in Solidarität mit Alfredo Cospito, der sich im Hungerstreik gegen 41bis befindet.

Heute, am 25.10.2022, haben wir den italienischen Sitz von Amnesty International in Rom besetzt, um uns mit dem anarchistischen Gefangenen Alfredo Cospito zu solidarisieren, der sich seit sechs Tagen im Gefängnis von Sassari im Hungerstreik befindet, um gegen die 41 bis und die lebenslange Haftstrafe zu protestieren. Das 41-bis-Gesetz ist eine Form der Gefangenenvernichtung, die zum ersten Mal gegen die anarchistische Bewegung eingesetzt wurde. Alfredo wurde nach mehr als zehn Jahren Haft im Hochsicherheitstrakt nach 41bis verlegt, mit dem erklärten Ziel, ihn zum Schweigen zu bringen und seinen Beitrag zur revolutionären Debatte zum Schweigen zu bringen.


Wir verurteilen das, was während der Anhörung am 20. Oktober vor dem Überwachungsgericht in Sassari geschah, als ein Beispiel für die Brutalität der 41 bis caienna: Während der Anhörung, die der Richter hinter verschlossenen Türen und mit dem per Videokonferenz zugeschalteten Genossen durchführte, versuchte Alfredo, eine artikulierte Verteidigungsschrift zu verlesen, in der er die Gründe für den Beginn seines Kampfes erläuterte. Der Richter unterbrach den Genossen und hinderte ihn daran, seine Rede bei der einzigen – und vielleicht letzten – Gelegenheit, mit der Welt zu kommunizieren, seit er nach 41bis versetzt wurde, zu beenden, indem er einfach den Ton abschnitt. Sein Beitrag ist wie alles andere aus dem schwarzen Loch von 41 bis versiegelt worden. Sollten die Anwälte beschließen, die Informationen zu veröffentlichen, könnten sie mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen.


Eine beispiellose Entscheidung, die deutlich zeigt, dass der Staat Angst vor anarchistischen Ideen und den Praktiken hat, die diese Ideen inspirieren. Das ist inakzeptabel. Wir wollen die Worte unserer Genossin sofort lesen!


Von humanitären Vereinigungen wie derjenigen, gegen die sich die Initiative von heute Morgen richtet, haben wir nichts zu erwarten: Wir wissen, dass sie mit ihren Wechselstromklagen nur die Missetaten irgendeines exotischen Regimes anprangern, vorzugsweise eines Gegners des westlichen Imperialismus. Wir fordern Sie nicht auf, etwas dazu zu sagen… wir wollten Ihnen nur Ihr falsches Gewissen ins Gesicht spucken!

Schließen Sie die 41 bis! Brechen Sie das Schweigen!
In Solidarität mit Alfredo im Hungerstreik!

Roma: occupata sede italiana di Amnesty International in solidarietà con Alfredo Cospito in sciopero della fame contro il 41 bis.

Oggi 25/10/2022 abbiamo occupato la sede italiana di Amnesty International a Roma, in solidarietà con il prigioniero anarchico Alfredo Cospito da sei giorni in sciopero della fame nel carcere di Sassari contro il 41 bis e l’ergastolo ostativo. Il 41 bis è una forma di annientamento del prigioniero, per la prima volta utilizzato contro il movimento anarchico. Alfredo viene trasferito in 41 bis, dopo oltre dieci anni di prigionia in Alta Sicurezza, con l’obbiettivo dichiarato di tappargli la bocca, di silenziare il suo contributo al dibattito rivoluzionario.
Denunciamo quanto accaduto durante l’udienza del 20 ottobre presso il tribunale di sorveglianza di Sassari, come esemplificazione della brutalità della Caienna del 41 bis: durante l’udienza, che il giudice ha imposto a porte chiuse e con il compagno collegato in videoconferenza, Alfredo ha tentato di leggere una articolata memoria difensiva attraverso la quale esporre le ragioni dell’inizio della sua lotta. Il giudice ha interrotto il compagno, impedendogli di concludere il suo intervento nell’unica – e forse ultima – occasione di comunicare col resto del mondo da quanto è stato trasferito in 41 bis, semplicemente togliendo l’audio. Il suo contributo è stato secretato come tutto ciò che proviene dal buco nero del 41 bis. Se gli avvocati decidessero di divulgarlo, potrebbero andare incontro a conseguenze penali.
Una decisione senza precedenti che indica chiaramente come lo Stato abbia paura delle idee anarchiche e delle pratiche che queste idee ispirano. Tutto questo è inaccettabile. Vogliamo leggere immediatamente le parole del nostro compagno!
Alle associazioni umanitarie come quella contro la quale si rivolge l’iniziativa di questa mattina non abbiamo niente da chiedere: sappiamo che le loro doglianze a corrente alternata vanno a denunciare solo le malefatte di qualche regime esotico, preferibilmente avversario dell’imperialismo occidentale. Non vi stiamo chiedendo di dire qualcosa in proposito… volevamo solo sputarvi in faccia la vostra falsa coscienza!

Chiudere il 41 bis! Rompere il silenzio!
Solidali con Alfredo in sciopero della fame!

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