Solidarität mit dem Hungerstreik von Werner Braeuner!

Werner, eingesperrt in der JVA Sehnde, befindet sich seit Sonntag, den 8.Mai, in einem unbefristeten Hungerstreik. Anlass seiner Aktion ist, dass Exkremente sich im Knastessen befinden. Werner verlangte darauf vom niedersächsischen Justizministerium Eigenverfügung über Tagesverpflegungssatz für Gefangene zwecks Selbstbeköstigung. Das zuständige Justizministerium lehnte ab.

Es ist aber uns klar, dass ohne Druck von draußen, Werners legitime Forderung nicht durch- gesetzt werden kann. In einer Situation, wo wahrscheinlich schon Post an ihn verzögert oder sogar schon beschlagnahmt wurde, ist Solidarität von allen wichtig ist. Der Gefangene Thomas Meyer-Falk hat sich zum Streik schon positiv geäußert, das reicht aber nicht aus, denn es bedarf die Anstrengung vieler Einzelpersonen und Gruppen, um den Druck zu intensivieren, damit Werner sich durchsetzen kann. Falls wir Werner Hungerstreiks nicht unterstützen, wird dieser entweder von den verantwortlichen Stellen der Justiz ignoriert, oder/und ihn droht die Einweisung in die Psychiatrie oder die Zwangsernähung.

Im Falle einer Zwangsernährung kündigt Werner in einem Schreiben vom 27.04.11 die Selbsttötung an, da die Zwangsernährung keine Lösung des Konflikts resultierend aus der jetzige Situation sei. Werner schreibt, dass er nichts zu verlieren habe.

„Die Herrschenden und ihre Büttel können nur noch bestehen, indem sie demonstrieren, zu jeglicher ruchlosen Tat und zu jedem Verbrechen gewillt zu sein. Sich solchem Abschaum bis in den Tod nicht zu ergeben, ist ein großes Ja zu Kampf und Leben.“
(Aus der Hungerstreikerklärung von Werner)

Schreibt Protestmails an:
Niedersächsisches Justizministerium in Hannover
E-Mail:pressestelle@mj.niedersachsen.de

Oder schreibt Werner persönlich:
Werner Braeuner
Schnedebruch 8
31319 Sehnde

Unterstützt Werner im Hungerstreik!
Drinnen und draußen ein Kampf!

Netzwerk Freiheit für alle politische Gefangene und Redaktion des Gefangenen Info

Related Posts

Podcasts von „Wie viele sind hinter Gittern, die wir draußen brauchen“.- Ausgabe August 2022 bei Radio Flora

Podcasts von „Wie viele sind hinter Gittern, die wir draußen brauchen“.- Ausgabe August 2022 bei Radio Flora

Dortmund: Hunderte gehen nach Polizeimord an 16-Jährigem auf die Straße

Dortmund: Hunderte gehen nach Polizeimord an 16-Jährigem auf die Straße

Freiheit für Palästina!

Freiheit für Palästina!

Kampf gegen die imperialistischen Weltkriegsvorbereitungen!

Kampf gegen die imperialistischen Weltkriegsvorbereitungen!