Im Hochsicherheitsgefängnis Kandıra 1 Nolu F Tipi in der Türkei prangern politische Gefangene in einem am 22. April 2026 veröffentlichten Brief schwerwiegende Verletzungen ihrer Grundrechte und ihrer Haftbedingungen an. Sie geben an, einer Reihe von Einschränkungen ausgesetzt zu sein, die sie als „undemokratisch“ bezeichnen, darunter die Begrenzung der Anzahl der in der Zelle erlaubten Bücher auf 50, Einschränkungen beim Briefwechsel, beim Lesen und bei gemeinsamen Aktivitäten sowie die Ausweitung von Isolationsmaßnahmen. Die Häftlinge prangern insbesondere die Umwandlung des internen Briefverkehrs in einen kostenpflichtigen Dienst an, da sie der Ansicht sind, dass es sich dabei „ganz klar um einen Rechtsverstoß“ handelt, sowie das Verbot für Häftlinge verschiedener Organisationen (zum Beispiel der PKK und der TKP/ML), miteinander zu kommunizieren.
Sie behaupten zudem, dass Briefe und Dokumente nicht zugestellt oder zurückgeschickt werden, was ihrer Ansicht nach einen direkten Verstoß gegen das Recht auf Kommunikation darstellt. Sie kritisieren auch das System der verlängerten Haft und weisen darauf hin, dass Gefangene trotz des theoretischen Ablaufs ihrer Strafe nicht entlassen werden, da die Entscheidung den Verwaltungskommissionen überlassen bleibt, was zu einer noch willkürlicheren Vorgehensweise führt. Die Häftlinge prangern zudem die verschärfte Isolation von Verurteilten zu lebenslanger Haft an, denen soziale Aktivitäten und Kontakte zu anderen Häftlingen verwehrt bleiben, selbst innerhalb derselben Einrichtung. Schließlich beanstanden sie die Verweigerung der Entlassung von Häftlingen, die ihre gesetzliche Haftdauer bereits verbüßt haben, und sind der Ansicht, dass Gründe wie „keine Abkehr von der Organisation“ genutzt werden, um ihre Inhaftierung zu verlängern.
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