In Jaloud, im nördlichen Westjordanland, südlich von Nablus, ist der Siedlerterror erneut eskaliert. Die mehr als 100 Siedler versuchten, die Rückkehr einer palästinensischen Familie in ihr Haus, welches von Siedlern besetzt worden war, zu verhindern. Die betroffene Familie Tubasi hatte ihr Zuhause im Juli nach wiederholter und auch gewalttätiger Belästigung durch Siedler verlassen müssen.
Die Siedler blockierten Straßen, setzten Gebäude und Fahrzeuge in Brand und warfen Steine. Die Angreifer setzten sogar das Haus der palästinensischen Familie in Brand, die eigentlich in ihre Heimat zurückkehren wollte und haben somit die Rückkehr der Familie verhindert.
Israelische Offizielle vergossen zynisch Krokodilstränen über eine „kleine Gruppe von Unruhestiftern“ (merke: ALLE Siedlungen im Westjordanland sind völkerrechtswidrig!), die betroffenen Palästinenser blieben freilich unerwähnt. Die Quote der Verurteilung bei solchem Siedlerterror liegt bei unter fünf Prozent. In den allermeisten Fällen wird nicht einmal Anklage erhoben.
Siedlerterror ist heute Normalzustand im Westjordanland. Das israelische Militär selbst zählt zweieinhalb Angriffe pro Tag, die Vereinten Nationen mehr als doppelt so viele. Der israelische Staat pumpt reichlich Geld in die Siedlungen: 5,3 Milliarden Euro seit 2022.
Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums wurden im Westjordanland in den vergangenen drei Jahren mehr als 1.100 Palästinenser bei israelischen Militäreinsätzen, bewaffneten Auseinandersetzungen und Anschlägen ermordet.







