USA: Brief von Marius Mason, in dem er seine Entlassung nach 17 Jahren Haft ankündigt und sich für die Solidarität bedankt

In einer Botschaft an seine Angehörigen und Unterstützer*innen kündigt der anarchistische Gefangene Marius Mason seine bevorstehende Freilassung nach 17 Jahren Haft im US-Bundesgefängnissystem an. Er drückt seine tiefe Dankbarkeit gegenüber all jenen aus, die ihn während dieser Zeit begleitet haben, und betont die Bedeutung der moralischen, politischen, rechtlichen und materiellen Unterstützung, die er erhalten hat, insbesondere während seines Übergangsprozesses und seiner Schritte in Haft.

Hallo, Freunde und Familie,
ich habe das Gefühl, dass es diesmal wirklich passieren wird, daher denke ich, dass es endlich an der Zeit ist, euch zu schreiben, um euch allen zu danken, die ihr immer an meiner Seite gestanden habt, mich unterstützt und mir geholfen habt, während dieser 17 Jahre Haft im US-Bundesgefängnissystem stark zu bleiben. Ich werde das Gefängnis im Mai verlassen und in meinen Heimatstaat Michigan, nach Detroit, zurückkehren.
Ohne euch wäre diese Zeit nicht dieselbe gewesen. Ich habe so viele Menschen getroffen, die während ihrer Haft niemanden hatten, an den sie sich wenden konnten, daher weiß ich, wie sehr es einen Unterschied gemacht hat, immer meine Lieben zu haben, die mich unterstützt haben. Es gab viele Herausforderungen zu bewältigen, insbesondere um meine Geschlechtsangleichung in jeder Phase zu verteidigen, aber ich wusste, dass ich auf Rechtsberatung, medizinische Informationen und materielle Unterstützung zählen konnte. Vielen, vielen Dank,

Was ich euch wirklich mitteilen möchte, ist, wie stolz es mich gemacht hat, Teil einer geschlossenen Widerstandsgemeinschaft zu sein. Die Menschen, die ich im Gefängnis getroffen habe, waren beeindruckt davon, wie viel Liebe und Solidarität so eindringlich für jemanden hinter Gittern zum Ausdruck gebracht wurden. Das hat gezeigt, dass wir in unserer Bewegung, auch wenn wir physisch getrennt sind, im Geiste vereint bleiben können, dass Solidarität und Liebe konkrete Taten sind und dass wir uns langfristig engagieren.
Veränderung kommt nicht von allein, aber Solidarität entsteht, wenn wir unsere kollektive Kraft mobilisieren. Ich weiß nicht genau, was als Nächstes auf mich zukommt, aber ich hoffe, dass ich meiner Gemeinschaft auf die eine oder andere Weise weiterhin dienen kann. Dank eines Stipendiums des Yale-Bildungsprogramms für Gefängnisse habe ich eine Ausbildung zum Schreibcoach absolviert und hoffe, mich ehrenamtlich in einem Alphabetisierungsprojekt in Detroit engagieren zu können. Ich habe außerdem einen Abschluss als Rechtsassistent erworben und mich mit Einwanderungsrecht befasst, und ich hoffe, auch in diesem Bereich helfen zu können. Es gibt so viel zu tun, aber gemeinsam wird die Arbeit leichter! Danke, danke, tausendmal danke. Wie Elton John sang – I’m Still Standing (ja, ja, ja). Bis bald auf der anderen Seite!
Liebe und Solidarität, Marius

Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)

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