Vor 30 Jahren wurde Wolfgang Grams ermordet!

Am 27. Juni 1993 wird in Bad Kleinen das RAF-Mitglied Wolfgang Grams getötet; Birgit Hogefeld wird festgenommen. Wolfgang Grams und Birgit Hogefeld wurden durch den Staatsschutzspitzel Klaus Steinmetz ausgeliefert. Über Jahre hatte dieser in den linken Szenen von Kaiserslautern, Mainz und Wiesbaden getarnt als Linker dem Verfassungsschutz Informationen geliefert.

Bei dem Polizeieinsatz wird ein GSG-9 – Beamter, wie die Behörden behaupten durch Wolfgang Grams, erschossen. In den folgenden Wochen versuchen die staatlichen Behörden mit Nachrichtensperren, Lügen, der Unterschlagung oder sofortiger Vernichtung von Beweismitteln eine Rekonstruktion des Einsatzes von Polizei und Staatsschutz zu verhindern.

Es gab Zeug:innen, die aussagten, gesehen zu haben, dass Wolfgang von einem GSG-Mann auf dem Gleis liegend aus nächster Nähe erschossen wurde. Sogar bürgerliche Medien wie „Monitor“ und der „Spiegel“(GI 417)

Eigentlich deutet also alles darauf hin, dass Wolfgang Grams von einem Mitglied der GSG-9 regelrecht hingerichtet wurde. Bundesinnenminister Seiters tritt zurück, Generalbundesanwalt von Stahl wird entlassen. Doch letztendlich scheint den Behörden wieder einmal die Verschleierung der Wahrheit als bester Weg. Die Ermittlungen werden bald in Richtung „Selbstmord“ geführt, die Zeugenaussagen „entwertet“. Der Bundeskanzler stellt sich hinter die GSG-9.

Quelle: http://www.gefangenen.info/eine-kurze-einfuhrung-in-die-geschichte-der-raf/