Zu Lage von Rainer Löhnert (19.12.22)

Zu Lage von Rainer Löhnert (19.12.22)

Rainer befindet sich seit 1986, also seit 36 Jahren in der Forensik:

Seit dem 1. November, also nach 71 Tagen, konnte Rainer endlich für zwei Stunden in der Zeit von 11 bis 13 Uhr den Bunker verlassen, das heißt, er kann sich dann frei bewegen auf der Station, telefonieren und draußen im Campus zum Beispiel rauchen. Zuvor war er nur einmal kurz draußen, wurde dann aber sofort wegen „Regelbruchs“ wieder mit richterlichem Beschluss eingebunkert. Danach befand er sich in „modifizierter Isolation“, das bedeutete für ihn: Zwar war er wieder auf Station, aber weiter in einer bunkerähnlichen und abgeschlossenen Zelle. Er konnte da weder selbst auf die Station, noch allein auf den Hof gehen und durfte, als starker Raucher, auch nicht in seinem Verlies rauchen. Seit dem 15.11.2022 war Rainer wieder in Isolation. Grund: 2 Feuerzeuge soll Rainer unerlaubt auf seiner Zelle gehabt haben.

Jetzt ist seit dem 1.12. endlich aus dem Bunker. Allerdings hat er immer noch nicht normale Bedingungen und selbst bei verbalen Widerstand kann er wieder in Isolation kommen!!

Wir machen uns deshalb große Sorgen um seine psychische und physische Gesundheit. Rainer, der sich als Anarchist bezeichnet und viele Gefangene solidarisch unterstützt, war unterschiedlichsten Repressalien ausgesetzt. Er erklärte schon vor Jahren in einem Brief, dass er sich nicht sicher sei, ob er eine weitere Bunker-Isolation überstehen könne. Medikamente mit ihren dramatischen Nebenwirkungen. Von der Anstalt wurde ganz offen gesagt, dass die „Isolation wirken“ müsse. Zudem wurde Rainer jetzt eine Anklageschrift vom Amtsgericht Kleve zugestellt, in der ihm „versuchter Mord“ vorgeworfen wird. Die bezieht sich auf dem Vorfall vom 21. August. Die Anklage gegen ihn soll auch zementieren, dass er weiter drakonischen Bedingungen ausgesetzt bleiben wird.

Was tun?

Zu fordern wäre da zum Beispiel die umgehende Prüfung der Haftbedingungen von Rainer Löhnert, die Aufhebung des Besuchsverbots und eine Verbesserung der Lebensbedingungen. Wer ihm Briefe oder Karten schicken möchte – Briefmarken freuen ihn auch immer – adressiert das an: Rainer Löhnert, z. Zt. Haus 1, Station 1.2, Südlicher Rundweg 20A, 47551 Bedburg-Hau.

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