6. Inter­na­tionales Eyüp Bas Sym­po­sium gegen impe­ri­al­is­tis­che Aggres­sion und für die Ein­heit der Völker

6. Inter­na­tionales Eyüp Bas Sym­po­sium gegen impe­ri­al­is­tis­che Aggres­sion und für die Ein­heit der Völker

Es gibt Teil­nehmerIn­nen aus etwa 21 Län­dern, wie z. B. Syrien, Griechen­land, Bul­gar­ien, Hol­land, Deutsch­land und Ital­ien.
Zwei Tage lang wurde für die inter­na­tionalen Del­e­ga­tio­nen ein Spazier­gang durch mehrere Vierteln des Wider­stands in Istan­bul organ­isiert, unter anderen Häuser, in denen die Polizei Mas­saker an Rev­o­lu­tionären verübte.

Das Pro­gramm startete mit Besuchen in Wider­stand­shäusern im Gecekondu-?Viertel Kücük Armutlu, bei den dort von „Inge­nieuren und Architek­ten des Volkes“ errichteten Volks­gärten. Es wur­den selbst gebaute Wind­tur­binen, sowie das zusam­men mit der Bevölkerung errichtete Cemevi (Haus der Ale­viten), das der AKP übri­gens eben­falls ein Dorn im Auge ist, besichtigt.

In Armutlu herrschen eige­nen Regeln, ein Haus das zum Beispiel als Dro­genum­schlag­platz benutzt wurde, ist von Milizen niederg­brannt wor­den. Die Polizei schützt die Personen,die ver­suchen, Dro­gen im Vier­tel zu verbreiten.

Anschließend wurde den BesucherIn­nen im linken Stadt­teil Gazi Mahallesi, die Aktiv­itäten des „Volkspar­la­ments“ nahe gelegt. Es wurde davon erzählt, wie die Bevölkerung ihr eigenes „Par­la­ment“ unter­stützt und trotz der staatlichen Repres­sion und der Mas­saker Wider­stand leis­tet. Die täglichen Auf­gaben und die Art und Weise wie Prob­leme des Vier­tels vom „Volkspar­la­ment“ gelöst wer­den, wurde beson­ders pos­i­tiv aufgenom­men.
Anschließend gab es noch einen Abstecher zum „Hasan Ferit Gedik-?Zentrum zur Bekämp­fung und Reha­bil­i­tierung von Dro­gen­ab­hängigkeit“ im gle­ichen Vier­tel, welches aufge­baut wur­den, um auf eigen­ständi­ger und selb­stver­wal­teter Basis Prob­leme mit Dro­gen in der Nach­barschaft zu lösen. Es wurde berichtet, wie die Abhängigkeit ohne medika­men­töse Behand­lung bekämpft wer­den kann. Nach einem Rundgang im Gebäude wurde gemein­sam gegesssen.
Die näch­ste Sta­tion war die „Diren KAZOVA“ Fab­rik, wo darüber berichtet wurde, wie die Pro­duk­tion ohne Bosse umge­setzt wer­den kann. Dort schenk­ten Kazova-?ArbeiterInnen den BesucherIn­nen selbst pro­duzierte Textilien.

Danach wurde ein Spazier­gang durch die linken Wider­standsvier­tel Okmey­dani und Cayan gemacht. Die Deleg­tion wurde zu der Stelle in Okmey­dani geführt, wo Berkin Elvan erschossen wurde und es wurde eine Schweigeminute ein­gelegt. Anschließend wurde das Idil Kul­turzen­trum und die Jugend­föder­a­tion besucht, die kür­zlich von Polizeirazz­ien betrof­fen waren. Ein weit­eres Exkur­sion­sziel war das selbst errichtete Sportzen­trum, benannt nach dem im Todes­fas­ten ver­stor­be­nen Berkan Abatay, der auf Sport sehr viel Wert legte.

Nach­dem Jugendliche des Vier­tels Cayan über dessen Geschichte erzählten, wur­den die Delegierten von den Bewohner­In­nen Cayan’s mit Tee und Gebäck ver­sorgt. Wie es sich in einem rev­o­lu­tionären Stadtvier­tel gehört, wur­den sie von den Bewohner­In­nen mit Parolen verabschiedet.

Der Spazier­gang set­zte sich dann noch in Gül­suyu und Cifte­havu­zlar fort. Neben der Besich­ti­gung des „Mahir Hüseyin Ulas“-Parks (benannt nach drei Rev­o­lu­tionären), wurde die nach „Engin Ceber“ benan­nte „Volks­bib­lio­thek“ besucht,die zweimal hin­tere­inan­der niederge­brannt wurde und es wurde über den Kampf gegen die Ban­den gesprochen. In diesem Zusam­men­hang wurde auch die Stelle aufge­sucht, an der Hasan Ferit von den Mafi­a­ban­den erschossen wurde. Es wurde auch dort eine Schweigeminute eingelegt.

Auch das Haus in Mal­tepe, in dem ein führen­der Rev­o­lu­tionär der THKP-?C Hüseyin Cevahir im Jahr 1971 bei einer Oper­a­tion der Mil­itär­junta ermordet wurde.
Es wurde auch dort eine Schweigeminute ein­gelegt und über die dama­li­gen Ereignisse berichtet.

Die let­zte Sta­tion war das Appart­ment in Cifte­havu­zlar, in dem Kämpferin­nen der Devrimci Sol bei einer Auseinan­der­set­zung mit der Polizei getötet wurden.
Mit­tler­weile wurde auch der offizielle Teil des Sym­po­siums eröffnet, das sich drei Tage mit Rede­beiträ­gen und Diskus­sio­nen fortsetzt.
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