Brief an Christian Gauger, Sonja Suder, Tobias, Gülaferit Ünsal und Werner Braeuner

Wir schicken Euch solidarische Grüsse vom  Roten Abend der Internationalen Kommunist_innen im Stadtteilladen Zielona Gora in Berlin am 2.11. . Dort haben wir uns  mit einer neuen Untersuchung (von Helge Lehmann) über die Todesnacht von Stammheim am 18.10.  informiert, die deutlich machte, dass die offizielle Version in entscheidenden Punkten nicht stimmen kann. Weil wir wissen, dass politische Repression und Gefangenschaft immer ein zentraler Bestandteil  von Macht und  Herrschaft  ist, haben wir am Beginn der Veranstaltung über Eure Situation informiert. Wir schicken Euch dieses Schreiben, weil wir  denken, bei aller politischen Differenzen: Wir wollen Euch draußen haben, um gemeinsam mit Euch zusammen für eine kommunistische Gesellschaft zu streiten. Solange ihr weggeschlossen seit, wollen wir Öffentlichkeit herstellen und unser mögliches tun, damit  mitbekommt, was wir diskutieren.
Beschlossen am Roten Abend am 2.11.

Infos zu den angeschriebenen Gefangenen:

Christian Gauger und Sonja Suder sind  politische Aktivist_innen, die   wegen angeblicher Mitgliedschaft bei den Revolutionären Zellen nach einen jahrelangen Rechtsstreit von Frankreich nach Deutschland ausgewiesen worden sind. Während Gauger wegen schlechter Gesundheit Haftverschonung hat, sitz Sonja Suder weiter in Untersuchungshaft.

Gülaferit Ünsal ist eine türkische Linke, die   kürzlich von  Griechenland ausgeliefert worden und sitzt in Berlin in U-Haft. Ihr Prozess wird ebenfalls in Berlin stattfinden.
Sie ist in der  JVA für Frauen, Alfredstr. 11, 10365 Berlin – Lichtenberg.

Werner Braeuner war in der Erwerbslosenbewegung aktiv und wurde 2001 wegen der Tötung eines Arbeitsamtsdirektors zu einer zwölfjährigen Haft verurteilt.  Vor einigen Monaten kämpfte er mit einem Hungerstreik gegen seine Haftbedingungen:

Tobias ist Fotograf und linker Aktivist. Er sitzt seit dem 24.9.2011 wegen angeblicher Autobrandstiftung in der JVA Moabit in Untersuchungshaft.

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