Brief von Roland Wagner zu einem tot aufgefundenen Gefangenen aus Bruchsal

Brief von Roland Wagner zu einem tot aufgefundenen Gefangenen aus Bruchsal

Der letzte Wille eines am 08. ApriI 2015 auf Zelle Tot aufgefundenen Inhaftierten in der JVA-BRUCHSAL, ABTEILUNG FLUEGEL 4.

Der Inhaftierte, der heute am 8. April Tot auf der Zelle aufgefunden wurde, bat mich als Mitglied  der Interessenvertretung Inhaftierter Außenstelle JVA-Bruchsal folgendes aufzunehmen und aufzuschreiben, sowie seinen LETZTEN WILLEN auf schriftlicher Form an einem nicht benannten Anwalt weiter zu senden, damit dieser diesen Schriftsatz an Angehörige des Toten weiter gereicht wird.

Außerdem bat mich der derweil verstorbene Inhaftierte nicht seinen Namen zu benennen und nur das aufzuschreiben (aus dem Inhalt seines Schriftsatzes LETZTER WILLE), was mir dieser derweil verstorbene Gefangene genehmigt hat. Außerdem bat er mich, seinen Letzten Willen nicht
zu kopieren, da er, so 0-Ton „…ich nicht das geringste Vertrauen habe, das das Vollzugs-System der JVA-Bruchsal- unter der Führung von dem Abteilungsleiter Hans-Peter PAUKNER – je die wahren Umstände seines Todes und den Tod anderer Gefangener öffentlich werden lassen.“

Ich werde jetzt wenige Äußerungen des Verstorbenen so wiedergeben, wie dieser es in seinem Schriftsatz verfasst hat:

„ … sollte ich unerwartet zu früh tot auf der Zelle aufgefunden werden, klage ich die Vollzugsleitung der JVA-Bruchsal – besonders den Abteilungsleiter PAUKNER und den Fluegel-Chef BECKER sowie den für mich zuständigen Psychologischen Dienst an, mich durch Umwege und Gehirnwäsche und Medikamentation in den Tod getrieben zu haben.
Des weiteren klage ich diesen Abteilungsleiter PAUKNER an, da dieser Mensch gegenüber mir verlautbaren ließ- das es ihm egal sei, ob ich lebe oder verrecke oder sonst was mit mir sei – nur soll ich soviel Anstand haben, nicht auf seiner Abteilung zu ‚verrecken“ .

Mir als Mitglied der Interessenvertretung Inhaftierter Außenstelle Bruchsal, ist der komplette LETZTE WILLE bekannt, da der Verstorbene mich bat, diesen schriftlich nieder zu legen – auf Diktat und zu formulieren.
Des weiteren bat mich der Verstorbene nie seinen Namen zu benennen, obwohl mir der Name bekannt ist, da ich auf dem selben Flügel bin und heute früh diesen LETZTEN WILLEN verschickt hatte, nachdem zu sehen war, das der Gefangene nicht mehr am Leben war.
Der Verstorbene bat mich dringlichst auf die Umstände seines Todes hinzuweisen, auch wenn der Verstorbene überzeugt war, dass die Justiz und ihr Strafvollzug, dass der Staat an sich und das komplette Vollzugssystem durch und durch korrupt sei und jede Rechtswidrigkeiten unter dem Teppich kehren, sollte ich als Vertreter der I.v.I. versuchen das Los und Schicksal des Verstorbenen bei anderen Stellen öffentlich zu machen um aufzuzeigen, dass zum Beispiel dieser Abteilungsleiter Hans Peter PAUKNER allgemein mit dem „Kampfnamen“ aus Mannheim bekannt als DER BLUTHUND oder DER ROLAND FREIßLER DES STRAFV0LLZUGS – der tatsächlich diesen sogenannten „Kampfnamen“ (welchen Kampf führt dieser Mensch, außer in seiner Position
kontinuierlich Gesetze und Rechte zu mißbrauchen und in den Dreck zu treten oder Gefangene auch ohne Begründung zu schikanieren, weil dieser Mensch ein absolut fanatischer Menschen- & Gefangenen-Hasser ist) – alle Ehre erweist – oder Unehre – und sich wirklich wie ein tollwütiger faschistischer Heinrich Himmler des Strafvollzugs benimmt und deswegen sich so benehmen kann, weil dieser Mensch vom baden-wuerttembergischen Justizministerium beschützt und gestützt wird bei sämtlichen Rechtswidrigkeiten und Menschenrechtsverletzungen – mitunter ein Herr WEICK vom Justizministerium mit beteiligt ist.
Heute früh vernahm ich in den Medien, dass ein gewisser Groß-Abgreifer sich darüber beschwerte, das die ärztliche Behandlung in der Vollzugsanstalt der von Quantanamo gleiche. Dieser verehrte Groß-Abgreifer sollte sich mal hier in der JVA-BruchsaI in ärztlicher Behandlung begeben, dann kann er motzen und von Menschenverachtung sprechen.
Ein Ergebnis solcher Behandlung ist dieser heute früh tot aufgefundene Gefangene als Beispiel,
denn wer kann tatsächlich von „draußen“ mitreden was sich hinter den Repressionsmauern abspielt – wenn dieser Moechte-Gern-Mitreder nicht selber 0pfer des Deutschen Strafvollzugs ist. Derweil werden Menschen, die nichts anderes getan haben als aus Armut ihre Rechnung nicht bezahlt zu haben und deswegen Schulden haben, vor allem beim Staat in das Gefängnis geworfen und dort für etwa 250 Euro am Tage, was der Steuerzahler bezahlt und nicht die Justiz, zu einem noch größeren Schuldner gehirngewaschen wird. Bruchsal ist nicht nur ein Skandalgefängnis mit einer
mafiamässigen Vollzugspolitik-Struktur. Bruchsal ist auch zum Verwahrer der sogenannten „Schulden-Turm-Gefangenen“ geworden und Sozial-sowie Psychologiedienst verdienen sich als Inkasso-Dienste – wofür der Steuerzahler diese Leute gewiß nicht bezahlt. Es ist Alltag im Strafvollzug geworden, wenn ein Inhaftierter, der wegen Schulden sitzt, gefragt wird, weßwegen dieser dann antwortet: Aus Armut !!!

Der Werdegang des heute früh verstorbenen Gefangenen ist typisch für den Strafvollzug, mit sehr jungen Jahren inhaftiert. Der Gefangene war erst 22 Jahre alt und hatte eigentlich noch sein ganzes Leben vor sich. Dieser Gefangene wurde aus der Abteilung Flügel 1 – jener berüchtigte Flügel, wo letztes Jahr ein Afrikaner den Hungertod starb, weil der damals zuständige Anstaltsleiter MUELLER und der zuständige Flügel-Abteilungsleiter HOTZ – beide wurden derweil suspendiert, ihre Rolle hat nun der Abteilungsleiter PAUKNER übernommen – auch zu einem Teil für den Flügel 1 zuständig und nicht alleine nur für den Flügel 4 – wurde dieser Gefangene in die Fänge des Abteilungsleiters PAUKNER gegeben, der, so nach eigenen Worten des verstorbenen Gefangenen, selbst gegenüber dem Gefangenen äußert, das es ihm, Paukner, egal sei, ob der Gefangene „verreckt“ oder verfault oder sonst was – nur nicht auf seiner Abteilung.
Bei soviel Menschenverachtung und Menschenhass seitens diesen Menschen Paukner – der verdient seinen „Kampfnamen“ – mitgebracht aus der JVA Mannheim, wo dieser von dort verjagdt wurde wegen seinen unmenschlichen Vollzugspraktiken – nun treibt dieser Mensch hier in der JVA-Bruchsal sein faschistisches menschenverachtendes Unwesen und nimmt leicht locker den Tod von Gefangenen in Kauf, nur um seine Vorstellungen eines Vollzugs durch zufaschisieren. Der Verstorbene hat in seiner Schrift auch klar die Feststellung gemacht, das dieser Abteilungsleiter Paukner wusste, wie es um den Verstorbenen stand und bewusst in Kauf genommen hatte, dass dieser verstirbt.
Jeder Toter, der von Paukner verantwortet muss, ist für Paukner eine Art „Ehrenmedaille.“ Man möchte glauben und meinen, wir befinden uns hier wieder in Dachau oder Auschwitz!
Nachdem voriges Jahr zwei auf fragwürdiger Weise tote Gefangene einfach mal so in der  JVA-Bruchsal herumlagen, wurden zwar der damalige Anstaltsleiter Müller und sein direkter Knecht KEITEL (Name wie der Nazi-Panzergeneral Keitel und dann persönlicher Arschkriecher von Adolf Hitler) und der Abteilungsleiter Hotz suspendiert, es wurde aber ganz schnell zur Tagesordnung gegangen und diese Toten sozusagen klammheimlich unter dem Teppich gekehrt – Aus den Augen – aus dem Sinn!
Der heute früh verstorbene Gefangene wusste von seinem Schicksal, weil, wie er in seinem Schriftsatz selber schrieb, ihm der Tod angedroht wurde, wenn er nicht nach den Regel von dem Abteilungsleiter PAUKNER mitspiele. Nun – der Verstorbene hat nicht mitgespielt – nun ist
er tot – wie anscheinend von Paukner voraus gesagt. Natürlich werden wieder diesmal die Öffentlichen und Medien darüber kurz berichten, aber absolut nichts zu den wahren und tatsächlichen Umständen berichten. Auch dieser Tote wird kurzerhand unter dem Teppich gekehrt und so ist mit aller Garantie jetzt schon voraus zu sagen, dass die nächsten Toten schon jetzt in Startstellung stehen und nur noch umfallen müssen! ! !
Tatsache ist: der Deutsche Strafvollzug darf zwar keine Todesstrafen mehr verhängen , was die Oberstrategen der bundesdeutschen Justiz sehr bedauern , also werden die Todesstrafen sozusagen durch die Hintertür eingeführt . Es ist sicher, die nächsten auf fragwürdiger Weise verstorbenen Gefangenen sind schon angezählt. Die deutsche Regierung – ganz vorne dran die Maulhelden aller Parteien – nehmen sich das Recht heraus, sich herablassend und arrogant über die Todespraktiken anderer Länder in deren Strafvollzug herum zu maulen, aber um mal im eigenen Stall den Mist und Dreck raus zufegen – dazu sind diese politischen Maulhelden nicht fähig. Es lässt sich halt einfacher über Andere herlästern – aber für den eigenen Dreck, gerade im Deutschen Strafvollzug, da haben diese politischen Maulhelden aller Parteien keine Courage und Mut. Ich habe mir erlaubt, ein wenig hier herum zu hören und allgemein in den Kreisen wird davon gesprochen, dass, so die 0riginal Wortlautungen, dass Paukner und der Idiotenfluegel 4, wo die Psychopathen und Irren und Sittenstrolche und ähnliches zuhauf unter gebracht sind und Verräter jeder Art – so der 0-Ton vieler Gefangener heute bei der Befragung – Paukner wieder sein 0pfer gefunden hat und damit klar seine Duftmarke als Warnung an die anderen nicht willigen Gefangenen gesetzt hat:
WER HIER NICHT KUSCHT ODER PARIERT – DER KANN SCHNELL STERBEN!!!

Nun werden viele Nichtwissende und Möchtegern-Mitreder draußen sagen, es kann nicht sein das es sowas im deutschen Strafvollzug gibt . Nun gut, nach Goethe und Schiller und Beethoven konnte
sich auch niemand vorstellen, dass es einen Adolf HitIer und Heinrich Himmler usw. geben wird
und es gab sie doch!
In den letzten 14 Jahren könnte ich locker schnell mal ein Dutzend Tote aufzählen, die hier unter fragwürdigen Umständen durch „Selbstmord“ verstorben sind . Der Eine oder Andere sogar durch offene Ankündigung eines Vollzugsstrategen und alle Toten wurden schnell still und leise unter dem Teppich gekehrt. Es ist ein grauenhafter Teppich, darunter ungezählte Tote und Ermordete liegen, denn Bruchsal gab es auch schon zur Faschistenzeit. Die Bruchsaler waren eine der Ersten, die gesamt als Gemeinde zu den National-Faschisten übergingen und die Nachkommen dieser überzeugten Nazis – nicht alle Vollzugsbedienstete sind so veranlagt – sind es heute, die in der JVA-Bruchsal ihren braunen Ungeist in die Vollzugspolitik mit einweben und auch durchziehen – wenn es sein muss auch durch Tote! Denn die Justiz wird nicht gegen sich selbst ermitteln ! ! !
Darum kann es geschehen, das Morde durch die Hintertür ohne Bedenken stattfinden können und Menschen so fertig gemacht werden, dass sie aus Verzweiflung lieber sterben – oder zum Sterben gezwungen werden.
Alltäglicher Rassismus und öffentliche Menschenverachtung wie es dieser Abteilungsleiter Paukner betreibt – geschützt durch das Justizministerium – können schalten und walten wie bei der Mafia zu den besten Zeiten.
Wer hier vom Vollzugspersonal nicht mitmacht, wird unter Druck gesetzt – viele der Bediensteten hier sind korrekte und anständige Menschen – keine Frage – aber was sollen sie tun, wenn ihnen Vorgesetzte die Pistole auf die Brust setzen?? Sich in den Sozial-Notstand werfen? Also wird geschwiegen und weg gesehen und so getan, als gäbe es all diese Drecksereien in der JVA-Bruchsal und deren Politik nicht. Vor allem der 0berstratege PAUKNER – der seinen Namen als BLUTHUND und als R0LAND FREIßLER mit immer mehr Menschenverachtung und auch Blut poliert und sich so wichtig vorkommt!
Was mit im Schriftsatz des Verstorbenen drin steht ist leider auch die Wahrheit – es gibt Gefangene auf der Abteilung Flügel 1 und 4 – die von Paukner „mitverwaltet“ werden – die sehr genau mit bekamen, was da geschah. Der Verstorbene nannte in seiner Schrift Namen und Daten und was diese Gefangenen tatsächlich wussten. Leider wurde ich vom Verstorbenen gebeten, diese Namen
nicht zu benennen, da diese von der Vollzugsstrategie beschützt werden.
Nur eines ist mir vom Verstorbenen genehmigt worden, dass 5 dieser Gefangenen auf der Abteilung Flügel 4 sind und so tun als seien sie großartige Widerstandskämpfer gegen das Regime hier. Insgeheim ist es aber abgesprochen mit der Vollzugsstrategie.

Alle diese Gefangenen dürfen ihre guten Jobs hier behalten und werden auch so privilegiert behandelt. Es gab auch im Warschauer Ghetto eine Art „Ghetto-Polizei“, ebenfalls aus Juden bestehend oder in den KZ-Lagern gab es sogenannte „Capos“, die mit dem Faschisten-System zusammen gearbeitet hatten – darum verwundert es mich nicht, dass es hier und anderswo im Deutschen Strafvollzug solche Spitzel und Zuträger und Provokateure gibt was mir aber erlaubt ist zu benennen. Es sind nicht nur deutsche Gefangene, sondern auch türkische und andersnationale Gefangene !

Mir ist der Inhalt des Schreibens LETZTER WILLE des Verstorbenen voll und ganz bekannt – schließlich hatte ich es für ihn geschrieben , aber ich muss auch den Willen des Verstorbenen beachten und würdigen.
Nur der besagte Anwalt, der das Schreiben hat, weiß davon und was dieser Mann macht bleibt ihm überlassen. Damit habe ich das getan, was von dem Verstorbenen erwünscht war und erweise ihm die letzte Ehre.

Mit freundlichen Gruß

Roland Wagner
Iv.I  Postfach 1267  5545l Westerburg

Roland Wagner (Schwarzenberger)
Schoenborrnstr. 32
76646 BRUCHSAL

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