Chile: Luciano “Tortuga” verurteilt

Chile: Luciano “Tortuga” verurteilt

Am 15. August um 13 Uhr verlas das Strafgericht in Santiago das Urteil gegen Luciano Tortuga.

Im Raum 901 des Gerichts verurteilten die RichterInnen Mauricio Olave (Vorsitzender), Graciela Gómez (Schriftführerin) und Antonio Ulloa (Mitglied des Gericht; stimmte für die Einführung des Anti-Terror-Gestzes) Luciano Pitronello Schuffeneger aufgrund von „illegalem Transport von Sprengstoff“, „Sachbeschädigung“ (an der Bank) und „Gebrauch eines falschen Nummernschildes“.

Das verhängte Urteil im Einzelnen:
Für die Beschädigung der Santander-Bank: 41 Monate Haft, Entzug der öffentlichen Rechte oder Arbeit für die Dauer der Strafe.
Für den Besitz von Sprengvorrichtungen: 3 Jahre und ein Tag Haft, Entzug aller politischen und öffentlichen Rechte und Arbeit für die Dauer der Strafe.
Für das Fahren eines Fahrzeuges mit fremden Nummernschild: 541 Tage Haft, Entzug der öffentlichen Rechte oder Arbeit für die Dauer der Strafe und Entzug des Führerscheins für 3 Jahre.

Da jede der auferlegten Strafen unter 5 Jahren liegt und aufgrund der Tatsache dass er nicht vorbestraft ist, sprach sich das Tribunal für die Freilassung Tortugas aus, mit der Bedingung, dass er sechs Jahre unter Aufsischt stehen müsse. Deswegen muss Luciano nicht in den Knast zurück, sondern wird unter der Aufsicht eines von den Bullen Deligierten stehen (Psychologe oder Sozialarbeiter), der/die in Abständen Einschätzungen zu Lucianos Person machen wird.

Die Staatsanwaltschaft des Innenministeriums reagierte sofort nach der Urteilsverlesung frustriert und fügte hinzu, dass sie vor das Berufungsgericht ziehen werden, um das Urteil für nichtig zu erklären, für das sie insgesamt zehn Tage Zeit hätten. Die Staatsanwaltschaft ist auf die Stimme von Richter Antonio Ulloa angewiesen, der in der Abstimmung für die Anwendung des Anti-Terror-Gesetzes auf Lucianos Fall in der Minderheit war.

Das komplette Urteil in Spanisch.

übersetzt von waronsociety.noblogs.org

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