Pressemitteilung: Die Anklage gegen Sonja Suder basiert auf Lügen!

Pressemitteilung: Die Anklage gegen Sonja Suder basiert auf Lügen!

Im Verfahren gegen die Revolutionären Zellen (RZ) vor dem Landgericht Frankfurt am Main verwickelt sich der Kronzeuge Klein in unhaltbare Widersprüche. Die Verteidigung hat deshalb die sofortige Haftentlassung Sonja Suders gefordert. Richterin Stock wird nun zu entscheiden haben, ob die 80-Jährige weiterhin in U-Haft bleiben muss.

Das Konstrukt aus Lügen und Folter wird aber, nach Einschätzung der Roten Hilfe, weiterhin für eine Verurteilung genügen. Am vergangenen Freitag erzählte ein geistig verwirrter Hans Joachim Klein wiederholt von jeweils unterschiedlichen Versionen seiner Einbindung in die Aktionen gegen die OPEC-Konferenz 1975 in Wien. So gibt es mittlerweile vier Versionen von Treffen im Frankfurter Stadtwald, die der Vorbereitung gedient haben sollen. Kontinuierlich wird Brigitte Kuhlmann genannt, anstelle wechselnder beteiligter Männer soll nun Sonja Suder dabei gewesen sein.

Dass er sich heute besser erinnere als früher und in Kleins aktuellster Erzählung auf einmal keine Männer mehr vorkommen, ist der wesentliche Widerspruch. Viele weitere tauchten auf, als er von Informationen sprach, die ihm vermittelt wurden. Dem Zeugen, der die meisten seiner Aussagen mit den Worten „Ich gehe mal davon aus, dass es so gewesen war“ begleitet, fehlt jegliche Glaubwürdigkeit. Seine widersprüchlichen Aussagen und falschen Beschuldigungen, wie die bereits am Dienstag revidierte Mordanschuldigung gegenüber Rudolph Sch., bezeugen seine Wendehalstaktik. „Es ist nicht nur der verzweifelte Versuch eines Einzelnen, sich für 15 Jahre Haftverschonung im Auftrag deutscher Verfolgungsbehörden um Kopf und Kragen zu reden. Bereits mit der Auslieferung aus Frankreich zeigte die deutsche Justiz ihren politischen Willen, um jeden Preis die Möglichkeit zu einer Verurteilung der Angeklagten herbei zu konstruieren“, so Heiko Lange vom Bundesvorstand der Roten Hilfe.

Die Rote Hilfe fordert die sofortige Freilassung von Sonja Suder und die Einstellung des Verfahrens.

 

Heiko Lange für den Bundesvorstand der Roten Hilfe e.V.

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