Im Rahmen des Prozesses am 4.2.2026 beteiligten sich einige der Zuschauenden des Gerichtsprozesses gegen die sechs jungen Antifaschist*innen am OLG Düsseldorf an einer Aktion, um auf die parallel laufende Urteilsverkündung gegen Maja T. in Ungarn aufmerksam zu machen. Sie präsentierten gegen 15 Uhr T-Shirts mit der Aufschrift „Free Maja“ und drückten durch Sprechchöre ihre Solidarität mit der in Ungarn inhaftierten Maja T. aus. Der Prozess in Düsseldorf verzögerte sich dadurch nur um wenige Minuten.
Doch der Vorsitzende Richter fühlte sich offenbar auf den Schlips getreten: Den Angehörigen der Angeklagten wurde zudem angedroht, dass sie ihr Privileg verlieren könnten, sich nach dem Prozess mit den Angeklagten noch fünf Minuten unterhalten zu dürfen.
Mindestens sechs der beteiligten Personen erhielten eine Woche nach der Aktion außerdem per Post die Aufforderung zu einem Ordnungsgeld von jeweils 600€.
Anscheined wurden die betroffenen Personen willkürlich ausgewählt, auch wird mindestens eine Person beschuldigt, die gar nicht an der Aktion beteiligt war. Bei dem Ordnungsgeld handelt es sich um eine richterliche Anordnung, gegen die es keinerlei Rechtsmittel gibt und gegen die somit nicht vorgegangen werden kann. Den Betroffenen wird also aktiv der juristische Weg verwehrt.
Diese Repressionen kann uns alle treffen und das ist auch das, was von Staat und Repressionsapparat gewollt ist. Bei jeder Möglichkeit wird versucht, antifaschistische Arbeit einzuschüchtern und zu sanktionieren.
Repressionen erfahren diejenigen, die sich an der richtigen Stelle gegen staatliche Institutionen stellen und ihre Legitimität anzweifeln. Sie treffen immer Menschen, die sich solidarisch zeigen und organisieren. Die Budapest-Soli-Gruppe Düsseldorf ist im Visier der Repressionsbehörden, wie die Ordnungsgelder zeigen. Der Staat zeigt seine Zähne genau gegen diejenigen die sich ihm kritisch in den Weg stellen.
Wir verurteilen das Vorgehen des OLG Düsseldorfs und sehen keine Rechtfertigung darin, bei einer T-Shirt Aktion, Menschen mit solch unangemessenen Repressalien zu überhäufen.
Dies ist erst der Anfang, wenn unsere Politiker*innen nach immer mehr Befugnissen und Repressionsformen schreien.
Es zeigt uns auch, dass wir genau das Richtige tun und genau dies ist es, was der Staat verhindern möchte. Antifaschistischer Widerstand soll im Keim erstickt werden.
Das Vorgehen des Richters bestärkt uns nur. Dieses Mal hat es nur sechs von uns getroffen, aber uns ist klar, gemeint sind wir alle.
Free Maja! Free all Antifas!







