Die Mobilisierung nach dem Tod des 43-jährigen Abderrahim Fakir bei einem Polizeieinsatz im Stadtteil Pilastro in Bologna hat sich auf den Interporto verlagert, den wichtigsten Logistikstandort der Stadt, an dem er arbeitete. Die Gewerkschaft Si Cobas hat ab dem 20. Juli um 22 Uhr einen Streik in den Transport- und Logistikunternehmen ausgerufen, begleitet von Blockaden und Arbeitsverzögerungen rund um das Industriegebiet. Die Gewerkschaft erklärt, sie wolle „die Waren blockieren“, um wirtschaftliche Auswirkungen zu erzielen, und fordert Wahrheit und Gerechtigkeit für den verstorbenen Arbeiter.
Die Mobilisierung wird auch von der CGIL in Bologna (der größten italienischen Gewerkschaft) unterstützt, die zu einem symbolischen zweistündigen Streik und einer Kundgebung auf der Piazza Nettuno aufgerufen hat. Die Gewerkschaften prangern die prekären Arbeitsbedingungen im Logistiksektor an und sind der Ansicht, dass der Tod von Fakir auf umfassendere Probleme im Zusammenhang mit der Ausbeutung von Arbeitern, insbesondere von Migranten, hinweist. Auch die CUB (eine autonome und kämpferische italienische Gewerkschaft) hat den Streik unterstützt und eine Reihe von Fällen polizeilicher Gewalt angeprangert. Solidaritätsaktionen sind auch in anderen Städten angekündigt, insbesondere in Genua und Neapel.
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