Am 18. September 2026 beginnt in Budapest das Berufungsverfahren gegen Maja, Gabri und Anna, die im sogenannten „Budapester Fall“ wegen ihrer mutmaßlichen Beteiligung an Zusammenstößen mit Neonazis während des „Tages der Ehre“ im Februar 2023 verurteilt wurden.
Maja, die im Juni 2024 rechtswidrig von Deutschland nach Ungarn ausgeliefert wurde, befindet sich seit über zwei Jahren unter als unmenschlich geltenden Haftbedingungen in Haft. In erster Instanz wurde sie zu acht Jahren Haft verurteilt; ihr drohen bis zu 24 Jahre Freiheitsstrafe, während Gabri und Anna zu sieben bzw. zwei Jahren auf Bewährung verurteilt wurden.
Das Urteil in der Berufungsinstanz wird für den 30. September erwartet. Der Prozess wird wegen Verstößen gegen die Verteidigungsrechte, Schwierigkeiten beim Zugang zu den Akten und den Haftbedingungen von Maja kritisiert, die insbesondere Gewalt durch Vollzugsbeamte und eine längere Einzelhaft erdulden musste.
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