ANKÜNDIGUNG DER AUSSETZUNG – NICHT BEENDIGUNG – DES HUNGERSTREIKS Von: Yiannis Michailidis

ANKÜNDIGUNG DER AUSSETZUNG – NICHT BEENDIGUNG – DES HUNGERSTREIKS Von: Yiannis Michailidis

Ich befinde mich in der unglücklichen Lage, ankündigen zu müssen, dass ich diesen schwierigen Kampf aussetze, ohne etwas Wesentliches gewonnen zu haben. Dieser Kampf ist jedoch noch nicht zu Ende und ich habe auch nicht die Absicht, ihn unvollendet zu lassen. Die Aussetzung ist vorübergehend; einige der Gründe sind offensichtlich. Einige sind es nicht. Ich entschuldige mich bei denen, die mich unterstützt haben, dass ich die Gründe zu diesem Zeitpunkt nicht öffentlich mitteilen kann. Sollte ich weitermachen müssen, werde ich öffentlich und ausführlich erklären, warum ich mich für die vorübergehende Aussetzung entschieden habe. Ich werde weiter für das kämpfen, was mir zusteht, und hoffe, dass ich nicht weitermachen muss.

Das Justizsystem wurde gedemütigt. Bisher besteht der einzige Erfolg dieses Hungerstreiks darin, dass er seine Widersprüche aufgezeigt hat. In Bezug auf die Barrikaden, die ich zu errichten versucht habe, gab es die Erklärungen der Anwälte, die die Stimmung der „Werft sie rein und werft die Schlüssel weg“-Logik verändert haben. Aber mein persönliches Anliegen bleibt in der Luft hängen. Und meine Zusage, dass ich nicht aufhören würde, scheint an diesem Punkt verraten zu werden. Das belastet mich natürlich, und das, obwohl ich weiß, dass ich – wenn nötig – zu einem fruchtbareren Zeitpunkt in naher Zukunft weitermachen will; aber wie ich schon sagte, kann nicht alles in diesem Moment gesagt werden, und ich hoffe, dass es nicht gesagt werden muss.

Zum Abschluss dieser Ankündigung möchte ich all jenen von ganzem Herzen danken, die mich in irgendeiner Weise unterstützt haben. Denen, die Stellung bezogen haben, denen, die über ihre sozialen Rollen hinausgegangen sind, weil Empathie überwogen hat. Vor allem aber denen, die mit allen Mitteln dafür gekämpft haben, das erzwungene Schweigen zu brechen, denen, die auf der Straße verprügelt wurden, um ihre Solidarität auszudrücken, denen, die Risiken eingegangen sind, und denen, die im Gefängnis verhungert sind. Letzteren habe ich mein Leben zu verdanken. Wenn all dies nicht geschehen wäre, gäbe es heute nicht die Bedingungen für diese Aussetzung. Das ist alles für den Moment. Ich freue mich immer noch auf meine sofortige Freilassung.

Alles geht weiter…
Yiannis Michailidis
Quelle https://athens.indymedia.org/post/1620208/

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