Die Berliner Behörden haben Abdallah A., einem Palästinenser, der seit seiner Kindheit in Deutschland lebt, nur wenige Wochen nach seiner Einbürgerung die deutsche Staatsbürgerschaft entzogen. Diese Entscheidung stützt sich auf die 2024 verabschiedete Reform des Staatsangehörigkeitsgesetzes, die von eingebürgerten Personen verlangt, die „historische Verantwortung“ Deutschlands und das Existenzrecht des Staates Israel anzuerkennen. Die Behörden werfen ihm Beiträge in sozialen Netzwerken vor, in denen er seine Unterstützung für das palästinensische Volk zum Ausdruck bringt. Juristen weisen zudem darauf hin, dass die geltende Gesetzgebung den Entzug der Staatsangehörigkeit bis zu zehn Jahre nach deren Erlangung zulässt, wodurch de facto eine Staatsangehörigkeit zweiter Klasse für im Ausland geborene Personen geschaffen wird. Sollte die Entscheidung aufrechterhalten werden, könnte Abdallah A. staatenlos werden.
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