Seit Dienstagmorgen, dem 3. November, führt die Polizei in vier Bundesländern eine Reihe großangelegter Hausdurchsuchungen gegen die kommunistische Gruppe „Kollektiv Zwickau“ durch. Unter der Koordination des Landeskriminalamts (LKA) Sachsen richten sich diese Hausdurchsuchungen gegen Aktivisten im Alter von 18 bis 36 Jahren in den Städten Zwickau, Dresden, Leipzig, Saalfeld, Bremen und Hamburg. Zwölf Personen sind direkt von dieser staatlichen Offensive betroffen und werden beschuldigt, an einer angeblichen „kriminellen Vereinigung“ beteiligt zu sein.
Vier Haftbefehle wurden von der Justiz erlassen, während ein fünfter Verdächtiger in Untersuchungshaft genommen wurde, weil er bei den Durchsuchungen Widerstand geleistet hatte. Das LKA begründet die Einstufung als kriminelle Vereinigung mit angeblichen Auseinandersetzungen und Zusammenstößen mit rechtsextremen Aktivisten. Diese groß angelegte Repression steht in direkter Kontinuität mit dem politischen Verfahren gegen die Gruppe „Antifa Ost“ und verdeutlicht den Willen, antifaschistische Aktionen mit Gewalt zu kriminalisieren, indem die Gegenwehr gegen Faschisten mit kriminellen Handlungen gleichgesetzt wird.
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