Antifaschistische Organisationen rufen dazu auf, am 13. Juni in Heidelberg zu demonstrieren, um Maja zu unterstützen, eine nicht-binäre Person, die im Juni 2024 von Deutschland nach Ungarn ausgeliefert wurde und seitdem in einem ungarischen Gefängnis inhaftiert ist. Majas Unterstützerinnen prangern besonders harte Haftbedingungen an, die insbesondere durch Isolation, ständige Überwachung und wiederholte Leibesvisitationen gekennzeichnet sind. Sie sind der Ansicht, dass diese Auslieferung Maja eines fairen Verfahrens in einem Land beraubt hat, dessen Rechtsstaatlichkeit auf europäischer Ebene regelmäßig kritisiert wird. Maja wurde im Februar 2026 zu acht Jahren Haft verurteilt wegen Vorfällen im Zusammenhang mit einer antifaschistischen Mobilisierung am Rande des „Tages der Ehre“ in Budapest, einer jährlichen Kundgebung der ungarischen Rechtsextremen. Darüber hinaus prangern die Organisatorinnen der Demonstration die Kriminalisierung antifaschistischer Bewegungen in Ungarn wie auch in Deutschland an und fordern die Freilassung von Maja sowie die Freilassung anderer Aktivist*innen, die in ähnlichen Fällen strafrechtlich verfolgt werden.
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