Kundgebung für Zübeyde Akmese vor der JVA München

Vor der JVA München-Stadelheim wurde die Freilassung der kurdischen Aktivistin Zübeyde Akmese gefordert. Die 71-Jährige sitzt wegen des Vorwurfs der PKK-Mitgliedschaft in Haft.

„Freiheit für alle politischen Gefangenen“
Vor der Frauenabteilung der JVA München-Stadelheim haben mehrere Dutzend Menschen am Freitagnachmittag gegen die Inhaftierung der kurdischen Aktivistin Zübeyde Akmese protestiert. Zu der Kundgebung hatten das Kurdische Gesellschaftszentrum, die Aktion gegen Krieg und Militarisierung (AKM) und das Münchner Solidaritätsbündnis Kurdistan aufgerufen.

Die 71-Jährige war Mitte März bei einer morgendlichen Polizeirazzia in ihrer Wohnung festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr eine Mitgliedschaft in der PKK vor. Die Demonstrierenden kritisierten das Vorgehen der Behörden scharf. Es sei nicht hinnehmbar, dass eine ältere Frau, die sich seit Jahrzehnten gesellschaftlich engagiere, auf diese Weise kriminalisiert werde.

Langjähriges Engagement hervorgehoben

In Redebeiträgen wurde Akmese als eine in der kurdischen Community fest verankerte und respektierte Persönlichkeit beschrieben. Unter dem Namen „Mutter Zübeyde“ habe sie über viele Jahre hinweg insbesondere junge Geflüchtete unterstützt, etwa bei der Suche nach anwaltlicher Hilfe und im Umgang mit Behörden. Zudem habe sie sich für den Erhalt der kurdischen Sprache und kulturelle Arbeit eingesetzt sowie politische Entwicklungen in Kurdistan begleitet und entsprechende Veranstaltungen organisiert.

Solidarität und politische Forderungen

Während der Protestaktion wurden Parolen wie „Freiheit für Zübeyde“, „Freiheit für alle politischen Gefangenen“ und „Jin, Jiyan, Azadî“ (Frau, Leben, Freiheit) gerufen. Die Teilnehmenden forderten die sofortige Freilassung der Aktivistin und kritisierten die strafrechtliche Verfolgung politisch engagierter Kurd:innen in Deutschland.

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