Die israelischen Behörden halten derzeit etwa 1.700 Leichen von Palästinensern, hauptsächlich aus dem Gazastreifen, zurück, um sie in künftigen Verhandlungen als Druckmittel einsetzen zu können. Der Chef des Shin Bet, David Zini, und die israelische Armee unterstützen diese Politik für den Fall, dass in Zukunft Israelis festgenommen werden sollten.
Das Zurückhalten der Leichen stellt ein Mittel des Drucks und der kollektiven Bestrafung gegenüber den Familien dar, denen die Möglichkeit genommen wird, ihre Angehörigen zurückzuholen und sie in Würde zu bestatten. Der Anstieg der Zahl der zurückgehaltenen Leichen steht im Zusammenhang mit Massenmorden, gewaltsamen Verschleppungen und Tausenden von Vermissten im besetzten Palästina, insbesondere im Rahmen des andauernden Völkermords im Gazastreifen.
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