Tunesien: Der Vater des hungerstreikenden Häftlings Wael Naouar berichtet nach seinem Besuch im Gefängnis

Am 13. Tag seines Hungerstreiks berichtet der Vater von Wael Naouar von seinem Besuch im Gefängnis von Mornaguia in der Nähe von Tunis. Er war zusammen mit Waels Mutter, seiner Tochter Sumud und seinem Sohn Yassar von Monastir aufgebrochen, um sich vor seinem Sohn, der sich damals am neunten Tag seines Hungerstreiks befand, stark zu zeigen und ihm von der Solidarität zu berichten, die ihm von seinen Angehörigen, Freunden, Genossen und Aktivisten entgegengebracht wird.

Während des Besuchs, hinter einer doppelten Glasscheibe und per Telefon, erlebte die Familie einen lächelnden und kämpferischen Wael, der seine Mutter hinsichtlich seines Gesundheitszustands und der medizinischen Versorgung, die er erhält, beruhigte. Der Vater berichtet, dass Wael sich trotz der Sorgen der Familie schnell für das Befinden von Ghassan und Nabil und anschließend für die politische Lage im Land interessierte. Das von seinem Vater vorbereitete Szenario, um ihn aufzumuntern, kehrte sich somit um: Nach ihrer Abreise war es Wael, der seiner Familie neuen Mut machte. Sein Vater sagt, er habe damals die Bedeutung des Satzes voll und ganz verstanden: „Ein Kämpfer stirbt erst, wenn er kapituliert.“

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