Weiterhin ist Solidarität mit Rainer Löhnert notwendig

Weiterhin ist Solidarität mit Rainer Löhnert notwendig

Seit 1986 befindet sich Rainer in der Forensik. Nach einer körperlichen Auseinandersetzung ist er seit Sonntag, den 21.August 2022, im Bunker.

Seit dem 1.November, also nach 71 Tagen, kann er endlich für 2 Stunden in der Zeit von 11-13 Uhr den Bunker verlassen, d.h. er kann sich dann frei bewegen auf der Station, telefonieren und draußen im Campus z,B. rauchen.

Laut Gericht sollte er dort „nur“bis zum 17.9. weggebunkert bleiben.

Laut unseren Informationen ist er dort immer noch. Zwischenzeitlich war er einmal kurz draußen, ist aber sofort wg. „Regelbruch“ wieder mit richterlichen Beschluss eingebunkert worden. Seine Bedingungen wurden kurzfristig einmal verschärft: so durfte keine*r, außer seiner Familie, mehr mit ihm telefonieren. Es wurde ganz offen gesagt, dass die „Isolation“ ja auch „wirken“ müsse. Wir finden dies empörend und menschenverachtend. Isolation ist Folter.

Zudem wurde Rainer jetzt eine Anklageschrift zugestellt, in der ihm „versuchter Mord“ vorgeworfen wird.

Öffentlicher Druck ist aber weiter nötig

Zum einen ist Rainer bis auf 2 Stunden immer weggebunkert. Er hat auch noch keine Schreibmaschine, da er auf Grund seiner gesundheitliche Lage seine Handschrift kaum lesbar ist.

Auch kann er wg. „Regelbruch“ jeder Zeit wieder total isoliert werden.

Zum Rainer sagte, ihm sei klar, dass er „nun nie mehr rauskommen“ wird. Wir machen uns große Sorgen um die psychische und physische Gesundheit unseres Freundes/Genossens/Familienangehörigens. Rainer, der immer wehrhaft und den unterschiedlichsten Repressalien ausgesetzt war, sagte schon vor Jahren in einem Brief, dass er sich nicht sicher ist, ob er eine weitere Bunker-Isolation überstehen kann.

Deshalb:

Schreibt ihm.

Schickt ihm Briefmarken, Umschläge, Karten, Bücher…

Rainer Löhnert

 Haus 1, Station 1.2

 Südlicher Rundweg 20A

 47551 Bedburg-Hau

Freundinnen, Genossinnen und Familienangehörige von Rainer

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