Palästinensische Gefangene starten Hungerstreik

Mehrere Tausend palästinensische Gefangene in Israel starteten vorgestern einen Hungerstreik, um auf die schlechten Bedingungen in israelischen Gefängnissen aufmerksam zu machen.
Der Hungerstreik soll drei Tage lang andauern. Auslöser war neben den schlechten Bedingungen in israelischen Gefängnissen, die eskalierende Gewalt der IPS (Israeli Prison Service, zu Dt.: Israelische Gefängnisaufsichtsbehörde; ) gegen die palästinensischen Gefangenen.

Wie die Nachrichtenagentur Press TV berichtet, gab der palästinensische Minister für politische Gefangene, Isaa Qaraqa, bekannt, dass der Hungerstreik auch ein Zeichen der Solidarität für eine Gruppe von Gefangenen der PFLP (Popular Front for the Liberation of Palestine, zu Dt.: Volksfront zur Befreiung Palästinas, eine marxistisch-leninistisch ausgerichtete Partei, die derzeit die drittgrößte palästinensische Partei hinter Fatah und Hamas ist;) war.

„Ungefähr 200 gefangen genommene Mitglieder der PFLP haben einen auf kein Ende beschränkten Hungerstreik gestartet“, so Qaraqa. „Ich bestätige hiermit, dass nun alle palästinensischen politischen Gefangenen als Solidarität einen dreitägigen Hungerstreik begonnen haben“.

Diese Hungerstreiks, erklärt Qaraqa, seien eine Warnung an die israelische Administration. Sie werden weiter verstärkt, sollten die Insassen in nächster Zeit nicht angemessen behandelt werden.
Derzeit sind über 7000 Palästinenser aus politischen Gründen inhaftiert. Auf der anderen Seite sitzt ein Israeli, der Soldat Gilad Shalit, der von der Hamas entführt wurde, in einem geheimen Gefängnis im Gazastreifen.

29/09/2011 , Martin Bronstein – PNN

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