RAZ-Verfahren: Anquatschversuche und Aussageverweigerung

RAZ-Verfahren: Anquatschversuche und Aussageverweigerung

Im Rahmen des laufenden §129-Verfahrens gegen 8 Beschuldigte, denen die Mitgliedschaft in den Revolutionären Aktionszellen / Revolutionärer Linken und die Mitarbeit an der radikal vorgeworfen wird, kam es in den letzten Monaten in Berlin und Magdeburg zu zahlreichen Anquatschversuchen von Polizei und Verfassungsschutz. Ziel der Anquatschversuche ist es Informationen über die Beschuldigten zu gewinnen, aber auch um einzuschüchtern und zu verunsichern.

Da auch einer der Beschuldigten aus Stuttgart kommt ist früher oder später damit zu rechnen, dass es auch in Stuttgart zu Anquatschversuchen oder anderen Versuchen der Informationsgewinnung kommen wird.

Meist treten die Personen als Bedienstete eines bestimmten Amtes oder Ministeriums auf und versuchen unter falschen Vorsätzen an Informationen zu kommen. Manchmal treten diese auch sehr direkt und offen auf. Sie versuchen die Leute die sie ansprechen alleine anzutreffen, um den Druck zu erhöhen.

Allgemein gilt:
Sprecht nicht mit ihnen! Lasst euch auch nicht in Gespräche verwickeln!
Macht die Tür vor ihrer Nase zu oder lasst sie stehen.
Wenn ihr zu mehrt seid dann fällt es ihnen auch schwerer euch unter Druck zu setzen.

Falls ihr angesprochen wurdet, dann fertigt ein Gedächtnisprotokoll an und meldet euch bei der Ortsgruppe der Roten Hilfe (stuttgart.rote-hilfe.de) und beim Solibündnis zum §129 Verfahren. (solibuendnis.stuttgart@riseup.net)

Es gibt auch keinen Grund sich Sorgen zu machen oder sich darüber den Kopf zu zerbrechen warum ihr angesprochen wurdet. Durch diese Verunsicherung möchten sie Uneinigkeit und Zweifel säen, womit sie am meisten punkten können.

Solibündnis zum §129 Verfahren in Stuttgart
solibuendnis.stuttgart@riseup.net

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