Stuttgart: Bericht über die Aktivitäten zum Tag der politischen Gefangenen

Stuttgart: Bericht über die Aktivitäten zum Tag der politischen Gefangenen

Der diesjährige 18. März stand für uns unter dem Motto „den Kampf der Gefangenen zur eigenen Sache zu machen“. Um sich dem anzunehmen gab es wie bereits in den letzten Jahren eine Bündniskundgebung vor dem Knast in Stammheim (siehe Bericht). Neben dieser Kundgebung wurde auch auf dem Schloßplatz eine Kundgebung zum Tag der politischen Gefangenen organisiert.

Darüber hinaus organisierten wir eine Veranstaltung zum Alltag im Knast, bei denen die Gefangenen ihre Eindrücke aus dem Knast schildern konnten und ein Telefoninterview mit Thomas Meyer-Falk (Datei folgt) abgespielt wurde und ein Solidaritätskonzert mit Grup Boran, Nabla, den Esperanza Rap-Stars und Einheizfront. Bei dem Konzert entstand dann auch ein solidarisches Gruppenbild, aus dem eine Postkarte für die Gefangenen entstehen wird.

Wir freuen uns, dass auch in diesem Jahr wieder einige Menschen aktiv und auf unterschiedlichen Ebenen ihre Solidarität gezeigt haben und freuen uns darauf im nächsten Jahr darauf aufzubauen.

Bericht zur Kundgebung

Anlässlich des 18. März, dem Tag der politischen Gefangenen, versammelten sich am 20. März 2016 knapp 40 AktivistInnen in Stuttgart Stammheim, um den politischen Gefangenen ihre Solidarität zu zeigen.

Aktuell sind in Stammheim Yusuf Tas, Özgür Aslan, Ali Özil und Muhlis Kaya weggesperrt. Sie alle sind

Es gab Redebeiträge der Roten Hilfe, des Arbeitskreis Solidarität und der Anatolischen Föderation, sowie Grußworte von politischen Gefangenen, u.a. von Yusuf Tas , Sadi Özpolat und ein aufgenommenes Grußwort von Thomas Meyer Falk. (ist angehängt)

In den Reden wurde thematisiert wie wichtig es ist kontinuierlich Solidaritätsarbeit für die Gefangenen zu leisten, um das solidarische Band von draußen nach drinnen enger knüpfen zu können.

Thematisiert wurden auch die Hunger- und Bummelstreiks in der JVA Butzbach im Dezember 2015 und Anfang März 2016, die kollektiv geführt wurden und von der Gefangenengewerkschaft GG/BO maßgeblich unterstützt wird.

Die Aktivistinnen und Aktivisten grüßten die Gefangenen immer wieder lautstark mit verschiedenen Parolen.

Zum Abschluss der Kundgebung wurden rote Luftballons mit anhängenden Gefangenenadressen als Zeichen der Solidarität in die Luft steigen lassen.

Die Polizei zeigte sich mehr oder weniger im Hintergrund und beobachtete das Geschehen von Weitem.

Abschließend gab es eine Spontandemo zur Rückseite des Knastes, von wo aus die Gefangenen am besten nach draußen sehen können. Dort wurden diese nochmals lautstark mit Parolen und Rufen gegrüßt.

Wir hoffen, dass unsere Solidarität die Gefangenen über die Knastmauern erreichen konnte und die Gefangenen eine ermutigende Abwechslung zum tristen und grauen Knastalltag erleben konnten. Auch wenn uns Mauern voneinander trennen, so finden wir Wege unsere Solidarität zu bekunden und den Gefangenen zu zeigen, dass sie weder alleine, noch vergessen sind.

Die Gefangenen sind unsere Würde.

Hoch die Internationale Solidarität!
Freiheit für alle politischen Gefangenen!

 

Grußwort von Thomas Meyer-Falk zu hören:
http://aksolidaritaet.bplaced.net/wordpress/kampagnen/den-kampf-der-gefangenen-zur-eigenen-sache-machen/bericht-ueber-die-aktivitaeten-zum-tag-der-politischen-gefangenen/

Arbeitskreis Solidarität

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