Mehrere hundert Menschen versammelten sich am 29. August auf dem Theaterplatz in Basel, um den 129. Jahrestag des ersten Zionistenkongresses zu begehen und den anhaltenden Völkermord in Palästina anzuprangern. Die Polizei, die mit einem umfangreichen Aufgebot an Einsatzkräften – darunter Bereitschaftspolizei aus Bern und dem Aargau –, Hunden und einem Wasserwerfer vor Ort war, hatte zunächst erklärt, die Versammlung werde geduldet, solange sie statisch bleibe.
Schließlich umzingelten die Ordnungskräfte die Teilnehmer ohne weitere Vorwarnung und bildeten eine Polizeikette, die das Betreten und Verlassen des Geländes verhinderte, obwohl kein Marsch begonnen worden war. Die Polizei führte Identitätskontrollen durch, wies mehrere Personen gewaltsam des Geländes und beschlagnahmte Fahnen, Transparente und Fahnenmasten.
Die Einkesselung dauerte mehr als sechs Stunden, ohne dass den festgehaltenen Personen Wasser oder Essen ausgehändigt wurde, während Journalisten daran gehindert wurden, den Einsatz zu dokumentieren. Die Polizei hatte das Demonstrationsverbot im Vorfeld mit „Aufrufen zur Gewalt“ begründet, bei denen es sich in Wirklichkeit um Parolen handelte, die ein Ende des Zionismus forderten.
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