Griechenland: Sechs Anarchisten nach einer „antizionistischen Patrouille“ gesucht

Die griechische Polizei soll sechs mutmaßliche Mitglieder des anarchistischen Kollektivs Rouvikonas identifiziert haben, nachdem Ende Juni in Thessaloniki eine Kundgebung zur Unterstützung der Palästinenser und gegen israelische Interessen in Griechenland stattgefunden hatte. Die Behörden haben ein Verfahren auf der Grundlage der Antirassismusgesetze eingeleitet, unter anderem mit den Vorwürfen der „kriminellen Vereinigung“ und der „Anstiftung zu rassistischer Gewalt“.

Der Fall hat zudem eine umfangreiche Denunziationskampagne gegen Rouvikonas ausgelöst, die insbesondere von Vertretern der jüdischen Gemeinde, den Medien und pro-israelischen Kreisen in der griechischen Politik vorangetrieben wird. Das Kollektiv, das für seine direkten Aktionen gegen den Staat und ausländische Wirtschaftsinteressen bekannt ist, sieht sich somit zunehmendem juristischem und politischem Druck ausgesetzt. Rouvikonas wurde Anfang der 2010er Jahre in Athen gegründet und ist bekannt für seine direkten Aktionen gegen den Staat, Unternehmen und ausländische Interessen.

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