Türkei: Ausgewiesene junge Internationalisten berichten von Gewalt in Haft

Nach ihrer Abschiebung aus der Türkei haben vier junge Internationalist*innen, die in Ankara festgenommen worden waren, als sie an einer Demonstration gegen den NATO-Gipfel teilnehmen wollten, über ihre Haftbedingungen berichtet. In einer Videobotschaft geben drei von ihnen an, in ihrer Unterkunft festgenommen, gewaltsam abgeführt und anschließend geschlagen worden zu sein – mit hinter dem Rücken gefesselten Händen und Schlägen gegen den Kopf. Sie geben an, wiederholt zu ihrer Herkunft und ihrer politischen Zugehörigkeit befragt worden zu sein, sich jedoch geweigert zu haben, Auskünfte zu erteilen. Sie prangern zudem Haftbedingungen an, die von Druck geprägt waren, und behaupten, dass ihnen in einer Abschiebehaftanstalt in Istanbul eine Rede von Adolf Hitler vorgespielt wurde.

Die Aktivisten, die nach Deutschland und ins Vereinigte Königreich abgeschoben wurden, sind der Ansicht, dass diese Erfahrung ihr Engagement gestärkt hat. Die britische Aktivistin Ella erklärte: „Diese Erfahrung hat unsere Entschlossenheit gestärkt, den Faschismus zu bekämpfen, wo immer er auftritt“, und fügte hinzu, dass ihre Situation „nur einen kleinen Einblick in das gibt, was politische Gefangene in der Türkei und in Kurdistan täglich erleben“. Sie bekräftigen, dass sie ihr Engagement für die internationale Solidarität mit politischen Gefangenen fortsetzen wollen.

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