HH:Kundgebung  wegen des  Massakers an Gefangenen vom 19 Dez. 2000 in der Türkei

HH:Kundgebung wegen des Massakers an Gefangenen vom 19 Dez. 2000 in der Türkei

Samstag, den 19.Dezember 2020
von 14 – 16 Uhr
Nähe S-Bahnhof Altona
Ottenser Hauptstraße 1

Am 19.12.2000 stürmten die türkische Polizei und das Militär zeitgleich ca.20 Gefängnisse, um den Hungerstreik der politischen Gefangenen und somit ihren Widerstand zu brechen.
Die Gefangenen befanden sich zuvor wochenlang in einem Hungerstreik. Einige von ihnen hatten den Hungerstreik in ein Todesfasten umgewandelt. Viele politische Insassen befanden sich zu dem Zeitpunkt seit mehr als 200 Tagen im Hungerstreik, um gegen die Verlegung in die sogenannten „F Typ“ Gefängnisse (Isolationstrakte nach dem Stammheimer Modell) zu protestieren.
Ziel war es den politischen Gefangenen Ihr Recht zu nehmen, in großen Gemeinschaftszellen bei Ihren Genossen*innen zu bleiben. Um da einen Riegel davor schieben, dass diese soziale Bindungen hinter den Gittern entstehen können wurde dieses Massaker seitens der türkischen faschistischen Regierung mit Billigung der EU und der USA ausgeübt! Die Zellen des „Typs F“ waren so konzipiert, dass für eine Person bzw. drei Personen Platz in einer Zelle waren. Um sich eine Vorstellung davon zu machen wir groß die Zellen sind: Zelle für eine Person 1,5 qm Zelle für 3 Personen 10-15qm. Die Isololationshaft bedeutete für die Insassen systematische Folter, Übergriffe, Vergewaltigung usw.

Bei diesem Massaker starben über 32 politische Insassen und die Anzahl der Verletzten ging in die Hunderte. Es wurden Methoden während dieses Angriffs angewendet wie z.B. Töten durch Flammenwerfer, Maschinengewehre, diversen Gasbomben die von Verbrennung bis zu Verätzung der Haut führten, Schläge und Tritte auf Insassen bis hin zu gezielten Hinrichtungen.
Dieser Angriff blieb jedoch nicht ohne eine Gegenwehr. Die Eingesperrten verschiedener revolutionären Organisationen, Parteien kämpften und wehrten sich gemeinsam in dem sie Barrikaden gebaut hatten, wehrten sich mittels Holzstangen, Möbel, Gläsern, Steinen, selbst gemachten Waffen (Steinschleuder und diverse anderen Sachen). In einigen Gefängnissen dauerte der Widerstand weit mehr als 4 Tage, so dass die Schlägertruppen der türkischen Regierung nicht zu den Insassen gelangten.

Erfolgreicher Kampf
132 Gefangene starben bis Anfang 2007 in diesem Streik gegen die Einführung der Isolationsfolter  Das Todesfasten endete mit einem Teilerfolg, die Totalisolation konnte zurückgedrängt werden.

Kämpfen lohnt sich!
Wer nicht kämpft, stirbt auf Raten!
Die toten Gefangenen im Kampf gegen die Isolationsfolter sind unvergesslich!

Netzwerk Freiheit für alle politische Gefangene Hamburg

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